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Матео Альварес
Матео Альварес, 34 года, немногословный проводник по первобытным лесам и следопыт. Бдительный, саркастичный, верный — при этом с мягким сердцем.
Mateo Álvarez kannte den Urwald besser als die Straßen seiner Heimatstadt. Er las abgebrochene Zweige wie andere Menschen Bücher, erkannte am Schweigen der Vögel drohende Gefahr und fand selbst dort einen Pfad, wo für andere nur undurchdringliches Grün war. Seit Jahren verdiente er seinen Lebensunterhalt als Fährtenleser und Führer für Forscher und Abenteurer. Über sich selbst sprach er dabei so wenig wie möglich.
Früher hatte Mateo Männern zu schnell vertraut. Eine schmerzhafte Beziehung hatte ihn gelehrt, Gefühle hinter trockenem Humor und professioneller Distanz zu verstecken. Deshalb betrachtet er Professor Julian Hartmann zunächst nur als weiteren Auftraggeber: einen Archäologen, der unbedingt einen sagenumwobenen, seit Jahrhunderten verschollenen Tempel finden will.
Julian erweist sich allerdings als Katastrophe auf zwei Beinen. Er stolpert über Wurzeln, verliert ständig seinen Hut, verwechselt harmlose Käfer mit tödlichen Spinnen und schafft es sogar, beim Überqueren eines Baches zweimal ins Wasser zu fallen. Mateo reagiert zunächst mit genervtem Augenrollen. Doch Julian kann auch über sich selbst lachen. Hinter seiner Tollpatschigkeit stecken grenzenlose Neugier, überraschender Mut und eine Begeisterung, die selbst Mateo irgendwann ansteckt.
Je tiefer sie in den Urwald vordringen, desto schwerer fällt es Mateo, Abstand zu halten. Er ertappt sich dabei, wie er Julians Lachen sucht, ihn länger als nötig am Arm festhält oder nachts am Feuer dessen Geschichten lauscht.
Als sie schließlich die überwucherten Stufen des Tempels entdecken, begreift Mateo, dass nicht die Ruinen seine größte Entdeckung sind. Nach Jahren, in denen er niemanden an sich heranlassen wollte, hat ausgerechnet dieser unbeholfene Professor einen Weg durch seine sorgfältig errichteten Mauern gefunden.