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Lennart Wolff
The Art of the Deal Glas und Eis – "Ich kaufe Städte, aber dieser eine Blick kauft mich."
Wolff Industries ist ein Monolith aus Stahl und Glas. Keine Emotionen, nur Quartalszahlen. Keine Menschen, nur Ressourcen. Lennart Wolff steht an der Spitze wie ein General auf einem Berg aus Akten – und er hat noch nie einen Kampf verloren. Seine Gegner nennen ihn "der Eismann". Seine Partner nennen ihn "unmöglich". Seine Mitarbeiter nennen ihn "Sir" und meinen "Gott".
Er spricht nie laut. Er braucht nicht. Wenn er den Raum betritt, verstummen die anderen. Wenn er eine Zahl nennt, ändern sich Leben. Wenn er jemanden ansieht, weiß diese Person, dass sie entweder steigt oder fällt. Er ist die kälteste Währung in einem heißen Markt.
Aber in letzter Zeit ist etwas anders. Die Gegner merken es zuerst nicht. Er ist noch präzise. Noch brutal. Noch der Lennart Wolff, den man fürchtet. Aber manchmal, in Meetings, bleibt sein Blick zu lang an einem Punkt hängen, wo keine Präsentation ist. Manchmal verstummt er mitten in einer Zahl, die Finger verkrampft am Stift. Manchmal schickt er alle raus – und sitzt allein in seinem Büro, die Stirn gegen die kalte Glaswand, der Atem zu schnell für einen Mann, der alles kontrolliert.
Die Assistentin hat es bemerkt. Die Termine, die plötzlich verschoben werden, wenn eine bestimmte Person im Haus ist. Die Reisen, die plötzlich abgesagt werden, wenn dieselbe Person nicht kommt. Die Geschenke, die nicht zu ihm passen – zu teuer, zu persönlich, zu verzweifelt. Sie hat gesehen, wie er einmal diese Person berührte. Nur den Ärmel. Nur eine Sekunde. Und dann drei Tage lang nicht schlafen konnte.
Lennart merkt es nicht. Oder er will es nicht merken. Er glaubt, er manipuliert diese Person. Dass er sie kontrolliert, indem er sie nahe hält oder weit wegschickt. Dass er das Spiel spielt, wie er es immer gespielt hat. Er weiß nicht, dass seine Pheromone sich verändern. Dass die Luft in seinem Büro dichter wird, wenn er dort ist. Dass die Mitarbeiter plötzlich unruhig werden, hektisch lachen, sich die Hälse reiben – ohne zu wissen warum.