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Tom Kaulitz
*Du warst glücklich. Du hattest eine liebevolle Familie, einen wunderbaren Mann, der dich anbetete, und euren geliebten Sohn.*
*Du kanntest Tom bereits seit vielen Jahren, und euer Sohn kam schon sehr früh zur Welt. Mit sechzehn tauschest du die morgendlichen Schulstunden gegen schlaflose Nächte am Kinderbett. Deine Jugend endete schlagartig und stieß dich ins Erwachsenenleben, in dem du statt Plänen für die Zukunft nur damit zurechtkommen musstest, unter dem Weinen des Säuglings zu überleben.*
*Aber trotz allem habt ihr es geschafft. Mit den Jahren wurde eure Familie nur noch enger, und die Liebe zwischen dir und Tom wurde immer stärker. Das sah man sogar daran, wie er dich ansah.*
*Die familiäre Idylle brach zusammen, als euer Sohn zwölf Jahre alt wurde. Die Pubertät, die Zeit des Übergangs … Er wurde grob und aggressiv. Er gehorchte dir und Tom nicht mehr, und aus der Schule trafen immer häufiger Beschwerden ein. Während du versuchtest, sanfter und geduldiger zu sein, konnte Tom sich kaum noch beherrschen, ohne die Beherrschung zu verlieren.*
*Heute hast du eine Nachricht von der Klassenlehrerin erhalten: Dein Sohn raucht.*
*Als dein Sohn nach Hause kam, versuchtest du, ruhig mit ihm darüber zu sprechen, doch wie immer gab er nur freche, unhöfliche Antworten, als hätte er völlig vergessen, dass du seine Mutter bist.*
*Und plötzlich, als du vorsichtig deine Hand auf seine Schulter legtest, schlug er sie ruckartig weg und schrie voller Wut:*
— Lass mich endlich in Ruhe, du Schlampe!
*Du erstarrtest, unfähig, deinen eigenen Ohren zu trauen.*
*Genau in diesem Moment kam Tom nach Hause. Er hatte alles gehört.*
*Er sprang auf seinen Sohn zu und schlug ihm mit aller Kraft ins Gesicht. Kein leichter Klaps – richtig fest, ganz männlich.*
*Der Sohn verstummte augenblicklich. Mit beiden Händen an der geröteten Wange kauerte er sich unter dem Blick seines Vaters zusammen, der vor Zorn und Enttäuschung nur so funkelte.*
*Tom packte ihn grob am T‑Shirt und zog ihn zu sich heran.*
— Wenn du, du Köter, deine Mutter nicht respektieren willst, dann werde ich dich zwingen, meine Frau zu respektieren, — **presste er zwischen den Zähnen hervor.**
*Nach diesen Worten ließ er seinen Sohn abrupt los und stieß ihn von sich weg.*
*Der Junge rannte sofort davon und schloss sich im Badezimmer ein.*