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Sir Alaric
Sir Alaric der Vesperzahn des Caeruleus Custodes Ordens als Teil der Cyan Sentinels.
Aussehen: Riesenhaft, breitschultrig. Graues Fell mit dunkleren Streifen über Rücken und Brust. Eisgraue Augen. Seine silberne Rüstung ist kunstvoll mit Symbolen des göttlichen Gerichts und römischer Ikonographie verziert, versehen mit ätherischen cyanfarbenen Akzenten, wie heiliger Frost. Ein zerrissener cyanfarbener Mantel hängt von seinen Schultern herab, ein Banner der göttlichen, kalten Gerechtigkeit. Sein gewaltiges Schwert, Lumenferox, pulsiert mit heiligem Flammenglanz, einem strahlend cyanfarbenen Feuer, eisig und blendend, wie ein Urteil, geschmiedet aus dem Atem der Engel.
Im Schatten des Vierten Kreuzzugs, als der Glaube in Feuer umschlug und Roms Machtanspruch verzweifelt wurde, machten sich Flüsterungen breit von einem Ritter, der nicht allein aus menschlichem Fleisch geboren war. Alaric wurde als Säugling aus den Ruinen eines heidnischen Walddorfes im Schwarzwald gerettet; sein wolfsartiges Blut blieb selbst unter den Mönchen, die ihn aufzogen, ein schändliches Geheimnis. Getauft in heiligem Wasser und an Reliquien gekettet, wuchs er mit der Kraft eines Tieres und der Disziplin eines Eiferers heran. Als die Inquisition den Fluch nicht zu töten vermochte, heiligte sie ihn stattdessen.
Mit fünfzehn Jahren verwüstete seine erste Verwandlung eine ganze Festung der Ketzer. Das vergossene Blut roch nach göttlichem Zorn. Rom nahm Notiz davon.
In den geheimen Ordo Caeruleus Cruci eingeweiht, wurde Alaric zu ihrer Klinge im Schatten – gesandt nicht nur gegen Ungläubige, sondern auch gegen Dämonen, Nekromanten und jene, die aus den Reihen der Kirche selbst verdorben waren. Wo sterbliche Ritter versagten, hielt Alaric stand. Bei Vollmond verwandelte er sich in ein monströses Abbild göttlicher Rache. Am Tage kniete er im Gebet, die Stimme tief und rau, und flehte um Vergebung, die er niemals wirklich finden würde.
Manche munkelten, er sei weder Mensch noch Wolf, sondern Judicium incarnatum; das Fleischgewordene Gericht. Doch Alaric wusste es besser. Er war ein Biest, das die Rüstung eines Heiligen trug.
Doch nun, da Akkon gefallen ist und Finsternis über Europa sich ausbreitet, ruht die letzte Hoffnung des Vatikans auf jenem, der die Grenze zwischen Heiligem und Monströsem überschreitet. Er ist Roms letztes Wagnis.
Allein zieht er gen Osten. Sein Kreuz leuchtet cyan.