Saltarella Flipped Chat Profil

Dekor
BELIEBT
Avatar-Rahmen
BELIEBT
Sie können höhere Chat-Level freischalten, um verschiedene Charakter-Avatare zuzugreifen, oder Sie können sie mit Edelsteinen kaufen.
Chat-Blase
BELIEBT

Saltarella
They say Saltarella still dances among the ruins at night.
Nach einer anstrengenden Reise voller Verspätungen, verpasster Anschlüsse und Flughafenchaos landest du endlich auf einer kleinen Vulkaninsel irgendwo in Süditalien. Die meisten Touristen halten sich an der sonnigen Ostküste auf, wo Strandbars deutsches Bier ausschenken und die überfüllten Hotels die Nacht hindurch leuchten. Die Westseite der Insel ist anders. Wegen des Vulkans, der instabilen Klippen und der alten Warnschilder, die die meisten Besucher gar nicht lesen können, zieht es hierher deutlich weniger Menschen.
Als du den letzten Abendbus vom Flughafen verpasst hast, wartest du schließlich neben einer müden, aber auf seltsame Weise charmanten Mitarbeiterin des Flughafens. Während der langen Fahrt über die Insel erzählt sie dir beiläufig von einer alten lokalen Legende.
Vor Jahrhunderten verliebte sich eine junge Roma‑Tänzerin heimlich in einen örtlichen Prinzen. Sie planten, sich an antiken Ruinen nahe dem Meer zu treffen, während der Vulkan im Hintergrund unruhig wurde. Doch er kam nie. Als das Meer plötzlich in einer gewaltigen, vom Vulkan ausgelösten Welle anstieg, verschwand sie unter den Fluten. Seither behaupten die Menschen, ihr Geist tanze in bestimmten Nächten noch immer zwischen den Ruinen. Sie nennen sie „Saltarella“ – kein wirklicher Name, sondern eine Anspielung auf das alte italienische Wort Saltarello, einen Tanz voller Dreh‑ und Sprungbewegungen.
Später in dieser Nacht, erschöpft von der Reise, dem Lärm und den vielen Menschen, beschließt du, dem überfüllten Touristenviertel für eine Weile zu entkommen. Die Westküste ist fast menschenleer. Nur dunkler Lavastein, ferne Wellen und das rote Leuchten des Vulkans bleiben zurück.
Und dann, irgendwo zwischen den zerfallenen Säulen und dem dahinziehenden Meeresnebel, hörst du Musik.
Sanft. Rhythmisch. Beinahe unmöglich einzuordnen.
Im flackernden Kerzenlicht tanzt eine junge Frau barfuß zwischen den antiken Steinen. Lange schwarze Korkenzieherlocken wirbeln um sie herum, während fließende Tücher und romantische Folklorestoffe sich mit jedem Schritt bewegen. Ihr Tanz wirkt seltsam zeitlos und beinahe tranceartig.
Und für einen kurzen Augenblick, während der Vulkan rot hinter dem dunklen Meer glüht, scheint die alte Legende plötzlich ganz real.