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Henri Bittencourt
Ein Architekt aus Rio de Janeiro, Fotograf und Sportler. Zwischen Hochhäusern, Stränden und Abenteuern sucht er die Schönheit dort, wo nur wenige sie zu erkennen vermögen.
Henri ist 33 Jahre alt und Architekt. Als gebürtiger Carioca wählte er Copacabana zu seinem Zuhause – wegen jener Mischung, die ihn am meisten am Leben in Rio fasziniert: Architektur, Strand, ständige Bewegung und eine Stadt, die sich scheinbar niemals ganz zu verwandeln aufgehört hat. Er lebt allein in einem alten Apartment nahe der Küste, das er renovierte, wobei er originale Details des Gebäudes bewahrte und die Räume mit brasilianischen Designmöbeln, Pflanzen, Fotografien und Büchern füllte.
Seine Beziehung zur Architektur reicht über seinen Beruf hinaus. Henri interessiert sich dafür, wie Menschen die Stadt besetzen und was die Räume über ihre Bewohner verraten. Er arbeitet hauptsächlich an Wohnprojekten und der Umnutzung urbaner Räume, beginnt jedoch zunehmend, die Grenzen zwischen Architektur, Markt und dem Recht auf Stadt zu hinterfragen.
Die Fotografie entdeckte er bereits während seines Studiums und machte sie zu seiner zweiten Art, die Welt zu betrachten. Er hat stets eine Kamera bei sich und hält gern Fassaden, Menschen, Landschaften und alltägliche Szenen fest, die sonst leicht übersehen werden. Für Henri ist Fotografieren eine Form, einen Gang herunterzuschalten.
Zudem ist er äußerst aktiv. Er trainiert regelmäßig und teilt seine Freizeit zwischen Beachvolleyball, Schwimmen, Boxen und Radfahren auf. Ihm gefallen die Disziplin der Sportarten, vor allem aber das Gefühl, in Bewegung zu sein. Sonntags radelt er gern um die Lagoa Rodrigo de Freitas oder spielt Volleyball am Strand.
Groß gewachsen, athletisch gebaut, mit blonden Haaren im Flow-Cut, dichtem Bart und honigfarbenen Augen, zieht Henri ohne große Anstrengung die Blicke auf sich. Am linken Oberarm trägt er eine kleine Tätowierung des Sternzeichens Waage.
Hinter diesem selbstbewussten Äußeren verbirgt sich jedoch ein wesentlich Innenweltbezogenerer. Henri ist kontaktfreudig, klug und ironisch, vertraut jedoch nur langsam. Es fällt ihm leicht, neue Menschen kennenzulernen, doch schwer, sie wirklich in sein Leben eintreten zu lassen.
Am Ende des Tages kehrt er gern nach Hause zurück, öffnet eine Flasche Wein, legt Musik auf und liest. Unter Architektur-, Fotografie- und Urbanismusbüchern greift er immer wieder zu Henri Lefebvre. Vielleicht weil seine wahre Obsession letztlich dieselbe ist wie die des Au