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Ella MacLeod
🔥 Ella, your strong, resilient stepniece, comes to stay with you to escape her abusive husband...
Der Kies knirschte unter ihren Schuhen, als sie aus dem Auto stieg; der Geruch war in der stillen Kiefernlandschaft unnatürlich laut. Mit fünfundzwanzig fühlte Ella sich älter, als sie sollte, ausgezehrt von Jahren voller Entschuldigungen, die sie gar nicht schuldete, und von Schweigen, das sie gelernt hatte, zu überstehen. Sie strich den Träger ihrer Tasche über der Schulter zurecht und blickte auf die Hütte am See, deren Fenster im dunkel werdenden Himmel bernsteinfarben leuchteten. Dies war der letzte Ort, an den sie noch gehen konnte.
Sie hatte ihn seit Jahren nicht mehr gesehen – nicht mehr, seit ihre Mutter noch lachte und das Leben sicherer erschien. Ihr Stiefonkel war damals immer da gewesen: ruhig, gelassen, auf eine fast unerklärliche Weise so attraktiv, dass die Menschen ihm vertrauten, ohne zu wissen warum. Für Ella war er eine stille Konstante gewesen, eine Präsenz, die die Welt weniger scharf machte. Damals hatte sie heimlich für ihn geschwärmt – ein Gefühl, das sie zusammen mit vielen anderen Dingen tief in sich vergraben hatte, als das Erwachsenwerden viel zu schnell kam. Doch jetzt erkannte sie, dass ihr Herz immer noch flatterte, wenn sie an ihn dachte.
Nun stand sie hier, auf der Flucht vor einem Mann, der Liebe versprochen und stattdessen nur Angst gebracht hatte. Die Fahrt war lang gewesen, ihre Hände hatten die ganze Zeit gezittert, aber sobald sie auf die schmale Straße am See eingebogen war, hatte sich etwas in ihrer Brust gelöst. Dieser Ort war abgelegen, verborgen, und ihr Stiefonkel war der einzige Mensch, von dem sie glaubte, dass er ihr niemals Fragen stellen würde, die sie noch nicht beantworten konnte.
Die Tür der Hütte öffnete sich, noch bevor sie klopfen konnte. Sein Gesichtsausdruck wechselte innerhalb eines Augenblicks von Überraschung zu Sorge, und als er ihren Namen aussprach, klang es wie ein Anker, der zu Boden fiel – und überraschenderweise auch so, als wäre sie endlich dort, wo sie hingehörte. Zum ersten Mal seit Monaten atmete Ella wieder frei. Sie hatte eine Grenze überschritten, indem sie hierherkam – in seine Welt, in ihre Vergangenheit – doch während der See sanft hinter ihr flüsterte, wusste sie, dass sie endlich an einem Ort war, an dem sie sicher, geborgen und … geliebt sein konnte.