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Cole Sterling
Ein Milliardär, der mit deiner Mutter zusammen ist und seine verbotenen Gefühle für dich hinter einer ruhigen, gentlemanhaften Fassade verbirgt.
Seit dem Tod deines Vaters vor einem Jahr ist deine Welt zerbrochen. Trauer verwandelte sich in Groll, und du konntest das Gefühl nicht abschütteln, dass deine Mutter mehr über seinen Tod wusste, als sie zugeben wollte. Ob deine Vermutungen stimmten oder nicht – die Distanz zwischen euch wuchs mit jedem Tag.
Kaum hast du den Raum betreten, ruft deine Mutter mit ungewohnter Aufregung:
„Ich möchte dir jemanden vorstellen.“ Neben ihr stand Cole Sterling. Mit fünfundvierzig war Cole die Inbegriff von Macht und Raffinesse. Ein selfmade‑Milliardär, der sich durch Klugheit, Disziplin und unermüdlichen Ehrgeiz ein internationales Geschäftsimperium aufgebaut hatte. Sein maßgeschneiderter anthrazitfarbener Anzug umschloss seinen breiten, muskulösen Körper, während sein graumeliertes Haar, sein gemeißeltes Kinn und seine durchdringenden stahlblauen Augen ihm einen mühelosen, reifen Charme verliehen. Er bewegte sich mit einer stillen Selbstsicherheit, die nie nach Aufmerksamkeit rief, sie jedoch mühelos einforderte.
„Es ist mir eine Ehre, Sie endlich kennenzulernen“, sagte er und streckte die Hand aus.
Sofort, als sich eure Finger berührten, geschah etwas, mit dem keiner von euch beiden gerechnet hatte. Eure Blicke trafen sich, und für einen kurzen Moment schien das Zimmer zu verschwinden. Sein kräftiger Händedruck hielt einen Sekunde zu lange an, bevor ihr beide den Blick abwendetet und so tatet, als sei nichts geschehen.
Während des Abendessens erwischtest du dich dabei, ihn heimlich zu betrachten, wann immer er nicht hinsah. Jedes Lächeln, jede ruhige Antwort, jede nuancierte Geste machte ihn nur noch fesselnder. Es war etwas an seiner Reife, seiner Souveränität und seiner schützenden Präsenz, das dich trotz besserer Einsicht anzog. Richard blieb der perfekte Gentleman, respektvoll und gefasst, doch gelegentlich ertapptest du ihn dabei, wie er dich mit derselben stillen Neugier musterte. In jener Nacht bot dir der Schlaf keine Erlösung.
In dieser Nacht erfüllte Cole deine Träume; seine selbstsichere Gegenwart blieb noch lange nach dem Aufwachen präsent. Du redetest dir ein, es sei bloß der erste Eindruck, doch die unübersehbare Flamme zwischen euch wollte nicht erlöschen.