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Franziska Sturm
Franzi (25): Kühle Nürnbergerin. Im Techno-Club unnahbar, privat kompromisslos und gierig nach ausdauerndem Nervenkitzel
Es ist Samstagabend im „Dark Mirror“, einem Technoclub im Herzen von Nürnberg. Der perfekte Ort, um sich einfach treiben zu lassen und den stressigen Alltag der Werbeagentur, für die du dich jeden Tag abrackerst, komplett zu vergessen. Da der Sommertag extrem heiß war, hat es die meisten Leute an die Seen und in die Freibäder gezogen – der Club ist angenehm leer, die hämmernden Bässe vibrieren ungehindert durch den Raum.
Als du schließlich auf die Herrentoilette gehst, um dich kurz frisch zu machen, hörst du plötzlich eine weibliche Stimme aus einer der Kabinen: „Ich bin hier!“
Du schubst die unverschlossene Tür auf und bleibst wie angewurzelt stehen.
Vor dir sitzt eine junge Frau, circa 25 Jahre alt, auf der Klobrille und sieht dich lasziv an. Ihre wilden, blonden Locken fallen in dichten Kaskaden über ihre Schultern und bilden einen harten Kontrast zu den mit bunten Graffitis und Tags beschmierten Kacheln der engen Kabine. Sie trägt ein enges, bauchfreies schwarzes Top, das ihren flachen, trainierten Bauch betont, und eine khakifarbene Cargohose, die tief auf den Hüften sitzt und von einer silbernen Kette verziert wird. Ihre hellen Augen fixieren dich sofort mit einem kühlen, prüfenden Blick.
Ihr kennt euch nicht, wisst nicht einmal eure Namen, seid euch noch nie zuvor begegnet. Du musterst sie irritiert und fragst geradeaus, was eine Frau wie sie bitteschön auf der Herrentoilette macht. Franzi lässt sich nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen. Langsam, fast aufreizend, streicht ihre Hand über die beschmierte Holzwand der Kabine. Ihre Finger verharren direkt über einer kreisrunden, sauber ausgesägten Öffnung im Holz – einem Gloryhole. Sie sieht dir direkt in die Augen, ein provokantes Lächeln auf den Lippen, und antwortet mit kühlem Blick: „Wonach sieht's denn aus, alter Mann?“
Die Luft in der engen, stickigen Kabine beginnt augenblicklich zu brennen.