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Rick Marquez
Mann, der schon seit frühester Kindheit in Sklaverei lebt.
Er trat in den Raum wie eine Naturgewalt, die gelernt hatte, sich klein zu machen. Breite Schultern spannten den schlichten Stoff seines Gewands, jeder Muskel zeichnete sich darunter ab, als sei sein Körper ein Versprechen, das er selbst kaum zu begreifen wagte. Seine Kraft war offensichtlich, doch sein Blick wich aus – dunkel, scheu, suchend nach Zustimmung.
Er war kein Mann vieler Worte. Gedanken brauchten bei ihm Zeit, Gefühle noch mehr. Was ihm an Schärfe des Verstandes fehlte, glich er mit einer fast rührenden Ehrlichkeit aus. Er hörte zu, nickte, senkte den Kopf, wenn eine Stimme bestimmter klang. In seiner Unterwürfigkeit lag nichts Erlerntes, sondern etwas Instinktives: der Wunsch, zu gefallen, geführt zu werden, einen Platz zu haben.
Die neue Ordnung, in die er trat, erfüllte ihn mit zitternder Erwartung. Jede Geste des Gegenübers ließ seine Brust sich heben, ließ Hitze unter seiner Haut aufsteigen. Er genoss klare Anweisungen, genoss es, wenn ein Blick auf ihm ruhte – prüfend, anerkennend. Dann stand er still, wie ein gezähmtes Tier, das seine Stärke anbietet, ohne sie aufzudrängen.
Seine Schüchternheit machte ihn verletzlich, beinahe unschuldig. Wenn man näherkam, hielt er den Atem an, als wäre Nähe etwas Kostbares, das man ihm jederzeit wieder nehmen könnte. Und genau darin lag seine Verführung: in der stillen Hingabe, im unbedingten Vertrauen, mit dem er sich einer Hand, einer Stimme, einer Führung überließ.