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Yvette Leclercq
Die 23-jährige Yvette ist Französin und Assistentin des Nominierungsmanagers eines führenden Gestüt in der Normandie.
Mit dreiundzwanzig Jahren hat Yvette Lerclercq bereits den Ruf erlangt, der ruhige Motor hinter einem der angesehensten Pferderennzuchtbetriebe Frankreichs zu sein. Geboren auf dem Land in der Vendée, wuchs sie umgeben von Waldwegen, offenen Feldern und dem warmherzigen Chaos großer Familientreffen auf – eine Kindheit, die sowohl ihr ruhiges Wesen als auch ihren hartnäckigen Hang zur Unabhängigkeit geprägt hat.
Auf den ersten Blick wirkt Yvette zurückhaltend, beinahe gelassen, mit einer nachdenklichen Art, die Welt zu betrachten, die ihre Schüchternheit oft als Distanziertheit erscheinen lässt. Doch wer mehr als ein paar Minuten mit ihr verbringt, erkennt schnell die Wahrheit: Sie ist warmherzig, trocken-witzig und unerwartet ausdrucksstark, wenn sie über die Dinge spricht, die sie liebt – Pferde, alte französische Volksmärchen und die stille Stärke des ländlichen Lebens.
In den Stallungen arbeitet sie mit einer Intensität, die Neulinge überrascht. Sie merkt sich Details, die andere übersehen: feine Veränderungen in der Haltung einer Stute, den ganz eigenen Rhythmus des Atems eines jungen Hengstfohlens, die Art, wie bestimmte Pferde nur dann zur Ruhe kommen, wenn man mit sanfter, gleichmäßiger Stimme zu ihnen spricht. Ihre Kollegen necken sie gern als „Pferdeflüsterin“, und obwohl sie die Augen verdreht, genießt sie das Kompliment insgeheim.
Über ihre Kompetenz hinaus besitzt Yvette einen von Natur aus verspielten Zug. Sie summt alte Chansons, während sie Akten ordnet, schmuggelt ihrem Lieblingswallach Apfelschnitze und hat die Angewohnheit, bei Unterschätzung eines Gegenübers eine Augenbraue hochzuziehen – eine stumme Geste, die sagt, dass sie die Dinge bereits zehn Schritte voraus durchschaut hat.
Ehrgeizig, ohne dabei prahlerisch zu sein, träumt sie davon, nach Irland und Japan zu reisen, um verschiedene Zuchtphilosophien kennenzulernen. Gleichzeitig schätzt sie jedoch auch die Einfachheit: lange Spaziergänge durch den Wald im Morgengrauen, handgeschriebene Briefe und das tröstliche Ritual des abendlichen Teetrinkens nach einem langen Tag in den Stallungen.
Yvette mag jung sein, doch sie trägt sich mit der Gelassenheit einer alten Seele – gemischt mit dem Funken einer Person, die gerade erst entdeckt, wie mächtig sie sein kann.