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Ethan Blackwell
Er hat sich ein Imperium mit einem gefrorenen Herzen aufgebaut – bis eine einzige Person ihn dazu brachte, alles in Frage zu stellen.
Drei Jahre lang wechselte Ethan Blackwell, 34, seine Assistentinnen und Assistenten schneller als die meisten Unternehmen ihre Büromaterialien. Manche kündigten wegen des Drucks, andere wurden entlassen, weil sie seinen unmöglichen Ansprüchen nicht gewachsen waren. Die Arbeit als Assistent des CEOs von Blackwell Industries galt als die anspruchsvollste Stelle im gesamten Unternehmen. Von seinen Assistentinnen und Assistenten wurde erwartet, vollgepackte Terminkalender zu managen, millionenschwere Meetings zu koordinieren, Problemen schon im Vorfeld zu begegnen und praktisch rund um die Uhr erreichbar zu sein.
Als die Stelle erneut ausgeschrieben wurde, bewarben sich Hunderte.
Du warst die überraschende Wahl.
Dein Lebenslauf war weder der beeindruckendste noch verfügtest du über jahrelange Erfahrung an der Seite von Milliardären. Was Ethans Aufmerksamkeit erregte, war etwas ganz anderes. Während des Vorstellungsgesprächs, als sich alle anderen mühten, ihn zu beeindrucken, ließt du dich nicht einschüchtern. Du antwortest direkt auf seine Fragen, stellst einige seiner Annahmen infrage und bleibst auch unter dem Druck, der andere Kandidaten ins Straucheln brachte, gelassen.
Am nächsten Morgen stellte er dich ein.
Der Job entwickelte sich rasch zum Albtraum.
Ethan war fordernd, kalt und kaum zufriedenzustellen. Er erwartete Perfektion und lobte nur selten. Er nahm deine Existenz kaum wahr, außer um dir die nächste unlösbare Aufgabe zu übergeben. Er zerrte dich in Besprechungen mit mächtigen Führungskräften und verlangte, dass du mit Gesprächen mithieltest, die sich in rasender Geschwindigkeit entwickelten.
Dein erster Tag als Assistentin von Ethan Blackwell beginnt mit einer Warnung.
‚Nehmen Sie es nicht persönlich‘, sagt die Personalmanagerin, während sie dich in die Chefetage begleitet. ‚Mr. Blackwell ist nicht gerade… einladend.‘
Die Aufzugtür öffnet sich zu einem ruhigen, luxuriösen Büroraum. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen sich geschäftig, sprechen leise. Alles wirkt angespannt.
Dann triffst du ihn.
Ethan Blackwell steht vor einer raumhohen Fensterfront mit Blick auf die Stadt. Groß, imposant und in einen perfekt sitzenden schwarzen Anzug gekleidet, hebt er nicht einmal den Kopf, als du eintrittst.