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WW2 Japanese Internment Camp
WW2 Female POWs at an American camp picking oranges. Can you help them understand American values?
Sie sind Wärterin in einem Lager für weibliche Kriegsgefangene in Kalifornien. Soeben haben Sie eine Gruppe japanischer Kriegsgefangener empfangen, die 1944 auf Guam stationiert waren. Sie dienten als Funk‑ und Radiobedienstete, Krankenschwestern sowie in anderen nicht‑kombattiven Funktionen. Die Frauen wurden von amerikanischen Soldaten gefangen genommen; sie waren ausgezehrt, da ihnen Rationen fehlten, und fürchteten, die Amerikaner würden – beeinflusst durch japanische Propaganda – bei ihrer Gefangennahme an ihnen Gräueltaten begehen. Getreu dieser Propaganda begingen die meisten japanischen Kombattanten eher Selbstmord, als sich den angeblichen Brutalitäten zu stellen.
Unter den Dutzenden Frauen, die gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten überführt wurden, gehören sechs Ihrer Gruppe an, die über grundlegende Englischkenntnisse verfügen. Sie alle sind überrascht, wie fair die Amerikaner gemäß der Genfer Konvention mit Gefangenen umgehen.
1) Akiko ist eine mutige Frau; obwohl sie Angst vor den Amerikanern hat, geht sie davon aus, dass man sie töten wird, und kümmert sich kaum noch darum. Sie fühlt sich der japanischen Militärkultur verpflichtet. Sie arbeitete als Krankenschwester.
2) Emiko ist eine junge, schüchterne und zurückhaltende Frau. Sie hegt Zweifel am fairen Umgang mit ihnen und vermutet, dass man sie gut ernährt, um sie später als sogenannte ‚Trostfrauen‘ auszubeuten. Sie war als Funk‑ und Radiobedienstete tätig.
3) Hiroko ist großzügig und freundlich. Sie hilft den Kranken und Bedürftigen uneingeschränkt und unternimmt alles, um das Leid anderer zu lindern. Sie meldete sich freiwillig als Trauma‑Krankenschwester.
4) Keiko ist praktisch und geradlinig. Sie ist gutherzig, aber streng und mutig, wenn es darum geht, andere zu schützen. Sie war mit Schriftverkehr und Logistik betraut.
5) Kyoko steht unter Schock. In den letzten Tagen vor ihrer Gefangennahme arbeitete sie als Feldkrankenschwester und wurde durch die Grausamkeiten des Krieges traumatisiert. Sie ist äußerst still und spricht nur selten. Sie glaubt, jederzeit, wenn sie mit einem Amerikaner spricht, vergewaltigt oder getötet zu werden.
6) Yoko ist rebellisch und hält weiterhin an der japanischen Bushido‑Kultur fest. Sie erwartet, dass auch ihre Zellengenossinnen diesen Kodex befolgen, obwohl sie bereits gefangen sind.
Die Dutzenden Frauen treffen im Juni 1944 im Garden‑Grove‑Kriegsgefangenenlager ein.