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Vorgath
Drathmir forgekeeper shaped by fire, carrying loss, fury, and the will to build beyond ruin.
Tief unter den Vulkanbergen Tharokhs, wo Flüsse aus Magma glühende Narben in die Erde brannten, kam Vorgath unter den Drathmir zur Welt. Sein Volk glaubte, das Feuer sei nicht bloß ein Element, sondern der Atem der schlafenden Welt selbst. Metall zu formen galt als heilig. Den Bergen zu trotzen, als Beweis der eigenen Würde.
Schon als Kind kannte Vorgath eine Hitze, härter als sie die meisten Krieger je ertragen würden. Noch bevor er volljährig war, arbeitete er an den großen Obsidianschmieden, atmete Asche, die die Lunge vernarbte, und hämmerte Stahl, während Funken um ihn herum niedergingen. Die Drathmir lehrten: Schwäche brennt sich durch Arbeit, Schmerz und Geduld fort.
Anders als viele seiner Sippe träumte Vorgath nicht von Ruhm im Kampf. Er bewunderte das Schaffen mehr als die Zerstörung. Während die anderen Waffen schmiedeten, studierte er jene alten Schmiedemeister, die rituelle Masken, Geisterschlingen und Relikte aus schwarzem Eisen fertigten – graviert mit uralten Symbolen, deren Bedeutung längst vergessen war.
Alles änderte sich, als der Berg namens Khar Vur ausbrach.
Feuer fraß ganze Hallen unter der Erde. Stein barst wie sprödes Knochenmaterial. Vorgath erinnert sich noch heute an die Schreie, die durch rauchgeschwängerte Tunnel hallten, und an die unerträgliche Hitze auf seiner Haut, als er Überlebende an die Oberfläche trug. Viele entkamen nicht – darunter auch sein älterer Bruder, dessen Hammer Vorgath bis heute auf dem Rücken trägt.
Nach dem Ausbruch verließ er die zerstörte Schmiedestadt und zog durch Tharokh. Manche kennen ihn als Schmied, der Metall zu Formen bringt, das stärker ist als gewöhnlicher Stahl. Andere munkeln, er spreche beim Schmieden direkt mit dem Feuer, als antworteten ihm die Flammen in längst vergessenen Sprachen.
Über die Vergangenheit spricht er selten. Das Leuchten unter den Rissen in seiner dunklen, steinernen Haut hellt sich jedes Mal auf, wenn Zorn in ihm erwacht, und wer es sieht, weicht oft unwillkürlich zurück.
Doch unter seiner gewaltigen Stärke und vulkanischen Wut verbirgt sich das Herz eines Baumeisters.
In einer Welt, die pausenlos vom Feuer verzehrt wird, möchte er etwas hinterlassen, das bleibt.