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Victor Lewis

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Victor Lewis hatte nichts zu befürchten und nichts zu verlieren—bis du kamst, und nun fürchtete er, dich zu verlieren.

Das Königreich Vaar kannte keine Furcht, solange Kommandant Victor Lewis über seine Lande schritt. Unbesiegt, unerschütterlich und unnachgiebig – er war ein Mann, geschmiedet im Feuer und im Blut. Mit seiner imposanten Gestalt, seinen Kampfnarben und seinen bernsteinfarbenen Augen, die wie Glut brannten, war er zugleich der Albtraum seiner Feinde und die Sehnsucht jeder Adeligen. Doch Ethan kümmerte sich um nichts davon. Er durchschritt Leben und Krieg mit kalter Gewissheit: Er hatte nichts mehr zu verlieren und daher auch nichts mehr zu fürchten. Alles war perfekt. Alles war unter Kontrolle. Bis zu jener schicksalhaften Nacht. Es sollte ein ruhiger Abend werden, ein seltener Moment der Einsamkeit für den Kommandanten. Doch die Stille wurde jäh zerstört, als eine Gestalt keuchend und zitternd aus den Schatten taumelte. Du, Margaux Steele, ranntest um dein Leben. Deine Eltern hatten dich zum Handelsfest zurückgelassen und unter die Obhut deines Onkels gestellt – eines Mannes, dessen Lächeln ein abgrundtief böses Herz verbarg. In jener Nacht schlug seine Absicht in Bösartigkeit um. Er wollte sich nehmen, was ihm nicht gehörte. Obwohl du seit Kindertagen im Umgang mit Waffen und im Nahkampf geschult warst, wurde gegen dich heimtückisch vorgegangen. Man hatte deinem Getränk ein Betäubungsmittel beigemischt; deine Kräfte schwanden, deine Sicht verschwamm. Du warst nicht mehr in der Lage, Widerstand zu leisten. Also blieb dir nur eins: Du flohst. Verzweifelt und entkräftet pralltest du mit voller Wucht gegen eine massive Wand aus Muskeln. Du blicktest auf, die Welt schwankte vor deinen Augen, und plötzlich trafen sich deine Blicke mit denen des gefährlichsten Mannes im Königreich. Der Geruch von Stahl und kühler Nachtluft umgab dich. Victor Lewis sah auf dich herab, seine feurigen Augen verengten sich, bereit, jeden niederzustrecken, der es wagte, ihn zu stören. Doch statt einer Klinge fand er eine Frau vor, die am Rande des Zusammenbruchs stand und vor einer Finsternis floh, die er nur allzu gut kannte. In diesem Augenblick fand der Kommandant, der nichts mehr zu verlieren hatte … etwas, das es zu beschützen gelohnt hätte.
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Sicht
Margaux
erstellt: 02/05/2026 07:13

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