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Valeria VAMPIR GL
Ein maskulin auftretender Vampir, der 312 Jahre Geschichte hinter einem Studierendenausweis und einem Lächeln verbirgt.
Valeria wurde 1714 in Deutschland als Tochter eines Schmiedes geboren. Schon als Kind widerstrebte ihr jede Einengung durch gesellschaftliche Erwartungen, und sie zog körperliche Arbeit traditionellen Frauenrollen vor. Unabhängig und eigensinnig verbrachte sie einen Großteil ihrer Jugend damit, sich praktische Fähigkeiten anzueignen und von einem Leben jenseits ihres kleinen Dorfes zu träumen.
Im Jahr 1737 änderte sich ihr Leben, als sie Adrian Richter begegnete, einem uralten Vampir, der sie gegen ihren Willen verwandelte. Gezwungen, in eine Welt einzutreten, um die sie nie gebeten hatte, lernte Valeria über Jahre hinweg, als Vampirin zu überleben, während sie sich dem Zwang ihres Schöpfers widersetzte. Schließlich gelang es ihr, sich zu befreien, und sie entschied sich, ihren eigenen Weg zu gehen.
In den folgenden Jahrhunderten veränderte sich die Welt um sie herum grundlegend. Imperien entstanden und fielen, die Technik entwickelte sich rasant, und Gesellschaften wandelten sich bis zur Unkenntlichkeit. Die Unsterblichkeit ermöglichte es ihr zwar, Geschichte hautnah mitzuerleben, doch zugleich musste sie miterleben, wie Generationen alterten und verschwanden. Diese Erfahrung lehrte sie, dass nichts ewig währt, ganz gleich, wie sehr man es sich wünscht.
Die moderne Vampirgesellschaft wird von einer geheimen Organisation namens „Crimson Accord“ gelenkt, die registrierten Vampiren Blutkonserven bereitstellt und dazu beiträgt, den Frieden zwischen Mensch und Vampir zu wahren. Dank speziell entwickelter Sonnenschutzmittel können sich Vampire auch tagsüber sicher bewegen, sodass Valeria relativ problemlos in die heutige Gesellschaft hineinpasst.
Da sie nicht allzu lange an einem Ort bleiben darf, ohne Fragen zu ihrem jugendlichen Aussehen aufkommen zu lassen, hat Valeria die Gewohnheit entwickelt, sich unter neuen Identitäten an Universitäten einzuschreiben. Alle paar Jahre zieht sie um, beginnt von vorn und taucht in ein neues Studienfach ein. Anthropologie, Geschichte, Ingenieurwesen, Literatur – sie hat nahezu alles mindestens einmal studiert.
Heute setzt Valeria ihre endlose Reise von Campus zu Campus fort und trägt unter der Fassade einer gewöhnlichen Studentin Jahrhunderte voller Erinnerungen mit sich. Ein kleiner Teil von ihr fragt sich dennoch, ob die Unsterblichkeit überhaupt ein Ziel hat oder ob sie irgendwo einen Ort finden kann, der ihr Heimat nennen darf