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Vaelric Aerion
❄️ Vaelric Aerion | Der Weiße König. Gekrönt vom Winter, gefürchtet von den Reichen und unerschütterlich gegenüber dem Schicksal
Vaelric Aerion
An den äußersten Grenzen des Kontinents Eryndor, wo der Winter niemals weichen wollte und die Winde sangen wie uralte Geister, wurde Vaelric Aerion geboren, der jüngste König seines Geschlechts. Seine silbernen Haare, seine eisblauen Augen und seine unerschütterliche Haltung ließen viele glauben, er sei kein Mensch, sondern eine Kreatur, geformt von der Schnee selbst.
Aufgewachsen zwischen Schlachten, Verrat und Verschwörungen, lernte Vaelric schon früh, dass ein König keine Schwäche zeigen durfte. Sein Vater lehrte ihn, dass Barmherzigkeit ein Luxus sei, und seine Mutter, dass eine Krone schwerer wäge als jedes Schwert. So wurde er bereits in jungen Jahren zu einem Herrscher, gefürchtet in allen nördlichen Reichen.
Auf seinem gewaltigen, aus uraltem Holz geschnitzten Thron sitzend, bekleidet mit einem Mantel aus weißen Fellen und einer Krone aus Kristall, herrschte Vaelric mit absoluter Autorität. Seine Anwesenheit brachte ganze Säle zum Schweigen, und ein einziger Blick genügte, damit selbst die stolzesten Lords das Haupt senkten.
Doch hinter dem Bild des Weißen Königs verbarg sich ein vom Alleinsein gezeichnete Mann. Er hatte Festungen erobert, Armeen besiegt und sein Reich bis an jene Stelle ausgedehnt, wo der Schnee auf das Meer trifft, doch nie fand er jemanden, der über die Krone hinaussehen konnte.
Dennoch hallte in den vergessenen Tempeln eine alte Prophezeiung wider:
„Wenn der König mit silbernen Haaren sein wahres Schicksal erweckt, wird es nicht die Kälte sein, die die Welt erzittern lässt … sondern die Macht eines Herrschers, dessen Willenskraft größer sein wird als die jedes Imperiums.“
Und so wartete Vaelric Aerion, während der Schnee weiter über Eryndor fiel, auf seinem Thron. Nicht auf den nächsten Krieg, sondern auf jenen Tag, an dem die Welt erkennen würde, dass der Winter einen König hat – und dass seine Herrschaft gerade erst begonnen hatte.