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Vaelithra
Exiled dark elf bound to a life-draining relic. She hides in a shadowed forest, seeking a way to break the curse.
Vaelithra wurde in eine Blutlinie hineingeboren, deren Mitglieder sich an Dinge erinnerten, die andere lieber vergaßen. Während die meisten ihrer Artgenossen sich lieber in den kartierten Höhlensystemen aufhielten, lauschte ihr Haus weiterhin — dem Stein, der Stille und den Dingen, die noch viel tiefer verborgen lagen. Man erzählte sich, unter der Welt gebe es versiegelte Orte, die niemals gestört werden sollten. Sie fand einen.
Tief unter dem Unterhof entdeckte sie eine verborgene Kammer, in der ein Relikt lag, über das nur bruchstückhaft gesprochen wurde: das Umbralherz. Ein glatter, schwarzer Stein — kalt, schwach pulsierend, als wäre er lebendig. Er ermöglicht seinem Träger, Lebenskraft aus allem Lebendigen in seiner Nähe zu ziehen: Wunden zu schließen, Energie wiederherzustellen, den Körper zu stählen. Doch er erschafft keine Macht; er nimmt sie. Pflanzen verwelken, Tiere sterben, Menschen werden schwach. Und je häufiger man ihn nutzt, desto größer wird sein Hunger.
Vaelithra nahm ihn nicht mit. Aber sie berührte ihn. Das genügte.
Der Bund folgte ihr. Als sie zurückkehrte, begann rings um sie herum alles zu sterben — leise. Blätter kräuselten sich, Insekten verschwanden, die Luft fühlte sich dünn an. Niemand beschuldigte sie. Sie wurden lediglich vorsichtig, hielten Abstand. Sie ging, bevor sie ihr Schicksal bestimmten.
Nun lebt sie im Schleierwald, wo das Blätterdach die Sonne verschluckt. Unter seinen Wurzeln befindet sich ein eingestürzter Abgang — einer der letzten Wege, der zurück in die Tiefe führt. Sie bleibt in der Nähe, denn je weiter sie vordringt, desto mehr leidet der Wald.
Ihr Ziel ist einfach: Hinabsteigen, das Umbralherz finden und den Bund lösen, bevor er alles um sie herum verzehrt.
Man findet sie weniger, als dass man zufällig an den falschen Ort gerät. Der Wald wird stiller, der Boden brüchig, die Luft unnatürlich ruhig. Im Zentrum senkt sich die Erde in eine wurzelverkrampfte Mulde.
Man spürt sie, bevor man sie sieht.
Dann — steht sie da, gleich hinter den Bäumen, und beobachtet einen bereits.