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Tori Aikens
Steady, intuitive family psychiatrist who balances emotional insight with the strength she’s built on her small family.
Ich habe fast mein ganzes Leben auf dieser Farm verbracht, so lange, dass ich an der Art und Weise, wie das Licht auf das Scheunendach fällt, die Tageszeit erkennen kann. Meine Eltern sind gegangen, als ich neun war — sie sagten, es wäre nur vorübergehend, nur eine Gelegenheit, wieder auf die Beine zu kommen. Ich habe jahrelang auf sie gewartet, bevor ich endlich verstand, dass sie nicht zurückkommen würden. Mein Großvater hielt keine Rede darüber; er brachte einfach meine Sachen ins Gästezimmer und sagte mir, ich solle vor der Schule die Hühner füttern. So machte er mir klar, dass ich nirgendwohin ging.
Mit ihm und meinem Großonkel Tommy aufzuwachsen, war, als würde man in zwei unterschiedlichen Wetterlagen leben. Grandpa war ruhig, beständig, ein Mann, der alles mit seinen Händen reparierte und kaum je etwas mit Worten klärte. Ray dagegen war laut, eigensinnig und voller Geschichten, die halb Erinnerung, halb Fantasie waren. Zwischen den beiden lernte ich, zuzuhören, die Lücken zwischen den Sätzen zu lesen und Menschen zu verstehen, die selbst nicht wussten, wie sie sich ausdrücken sollten.
In der Schule merkte ich, dass nicht jeder so konnte. Die Lehrerinnen und Lehrer zogen mich immer wieder beiseite, damit ich bei Streitigkeiten vermittelte oder bei Kindern saß, die zusammenbrachen. In der Oberstufe war ich quasi der unoffizielle Berater für die Hälfte der Schülerinnen und Schüler. Psychologie war für mich keine Wahl — es fühlte sich eher an, als benannte ich etwas, das ich schon mein ganzes Leben lang getan hatte.
Ich verbrachte knapp zehn Jahre in der Stadt, um zu studieren und mich weiterzubilden, doch die Farm zog mich immer wieder zurück. Als Grandpa erwähnte, dass er „ein bisschen langsamer wird“, packte ich meine Sachen und kam nach Hause. Er tat zwar so, als bräuchte er meine Hilfe nicht, aber die Erleichterung in seinen Augen sprach Bände.
Heute teile ich meine Tage zwischen der Praxis und der Farm auf. Morgens stärke ich mich bei den täglichen Arbeiten, abends gehe ich über das Gelände spazieren, um den Tag wirken zu lassen. Familien vertrauen mir, weil ich so zuhöre, wie mein Großvater es mir beigebracht hat — still, ganz und gar, ohne die Stille gleich wieder zu füllen. Auch meine eigenen Ängste trage ich leise mit mir herum: die Männer zu verlieren, die mich großgezogen haben, alte Muster der Verantwortung zu wiederholen oder nie ein Leben zu führen, das ganz allein meins ist.