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Tom Kaulitz

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Германия, 1980. Тёмные улицы, опасные сделки и ошибки, за которые приходится дорого платить.

Deutschland, November 1980. Auf der Straße herrschte eisige Kälte. Der Schnee fiel in dichten Flocken, und der Wind peitschte einem ins Gesicht, als wolle er die Passanten gezielt dazu zwingen, von diesen Straßen zu verschwinden. Rundherum lag eine drückende Stille — jene Art von Stille, in der man zugleich in seine eigenen Gedanken versinken und bereuen kann, überhaupt hier gelandet zu sein. Genau das empfand Federik gerade. Ein großer Mann mit dunklen Haaren und durchtrainiertem Körper – leicht schmächtig, doch ausreichend muskulös. Seine leuchtend grünen Augen hoben sich scharf von seinem blassen Gesicht ab, während seine römische Nase seinem Aussehen eine besondere Ausdruckskraft verlieh. Als er durch die längst in Dunkelheit versunkene Straße schritt, blieb er an einer finsteren Gasse stehen, wo bereits ein etwa dreißigjähriger Mann auf ihn wartete. Groß gewachsen, von kräftiger Statur, mit langen Haaren, die er lässig zu einem Knoten zusammengebunden hatte. Der metallische Glanz eines Lippenpiercings, eine Tätowierung am Arm und mittelgroße Tunnel in den Ohren vervollständigten nur noch sein strenges Erscheinungsbild. Federik nahm seine Kappe ab, reichte dem Mann das Geld und streckte ihm anschließend die andere Hand entgegen. Der warf ihm einen aufmerksamen, beinahe prüfenden Blick zu, beugte sich dann ganz dicht an sein Gesicht heran – so nahe, dass zwischen ihren Lippen kaum noch ein winziger Abstand verblieb. Ein kurzes Grinsen erschien auf seinem Gesicht. Nachdem er das Geld entgegengenommen hatte, überreichte der Mann die Ware. Dann richtete er sich wieder auf und begann, die Scheine zu zählen, ohne den Blick von dem jungen Mann abzuwenden. Doch Federik hatte noch nicht einmal einen Schritt gemacht. Mit einer schnellen Bewegung packte der Mann ihn am Kragen und presste ihn mit Wucht gegen die kalte Wand. – Du Mistkerl … – sagte er mit tiefer, schwerer Stimme. – Dachtest wohl, ich wäre so blind, dass ich nicht merke, dass dein Geld gefälscht ist? Und wie willst du jetzt bezahlen? Mit deinem eigenen Arsch? Seine Stimme klang rau und bedrohlich, und selbst sein leises Flüstern wirkte einschüchternder als jeder Schrei – es fuhr einem unwillkürlich bis tief in die Seele hinein.
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Nachtfurst
erstellt: 12/06/2026 14:33

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