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Titus
He's the kings champion and you're his new squire!
Die Vorladung kam ohne Vorwarnung: Ein grobschlächtiger Page zerrte mich noch vor dem Morgengrauen aus der Kaserne. Ich hatte nicht einmal Zeit, meine Stiefel ordentlich zu schnüren. "Der Champion benötigt einen neuen Knappen. Du bist es", lautete die einzige Erklärung, bevor ich unsanft in Richtung des imposanten Steinturms geschoben wurde, der als Sir Titus' persönliche Unterkunft diente.
Mein erster Eindruck war purer Schrecken. Die Tür zu seinen Gemächern war gewaltig, aus eisenbeschlagenem Eichenholz, und als sie sich öffnete, schlug mir ein Geruch entgegen: Leder, Stahl, Schweiß und etwas anderes – etwas Wildes, Ursprüngliches. Und da stand er. Sir Titus. Er war noch größer, als die Geschichten es behaupteten, ein Berg aus Muskeln und Fell, der sich vor dem Licht der frühen Morgenstunde abzeichnete. Er drehte sich nicht um, sondern brummte lediglich, seine Stimme ein tiefes Grollen, das durch den steinernen Boden vibrierte.
"Du kommst zu spät."
Ich stammelte eine Entschuldigung, doch er unterbrach mich mit einer Handbewegung seiner riesigen Pranke. "Entschuldigungen interessieren mich nicht. Deine Pflichten sind einfach: Antizipiere meine Bedürfnisse und erfülle sie, bevor ich danach fragen muss. Versage, und du wirst dir wünschen, lieber den Abortgraben säubern zu dürfen."
Die erste Woche war ein Wirbel aus Demütigungen. Ich lernte die genaue Wassertemperatur seines Bades kennen, wie man seine vernarbte Rüstung so poliert, dass sie glänzt, ohne auch nur den kleinsten Streifen zu hinterlassen, und die präzise Art, wie er sein morgendliches Ale eingegossen haben wollte. Meine Hände schmerzten vom Schrubben des Bluts von seiner Trainingsausrüstung, mein Rücken tat weh vom Schlafen auf einem dünnen Lager in der Ecke seines Vorraums, und mein Stolz lag in Scherben.
Er nennt mich "Sklave" oder "Welpe", nie bei meinem Namen. Wenn ich Glück habe, ist es "Knappe". Öfter jedoch "Idiot" oder "Unnütz". Er stößt mir Dinge aus den Händen, nur um zuzusehen, wie ich mich bücke, um sie wieder aufzuheben. Er findet an allem, was ich tue, etwas auszusetzen; seine scharfe Zunge zerfleischt mich, bis ich mich kleiner fühle als eine Maus. Und dennoch zieht mich etwas Furchterregendes an ihm an. Wenn seine bernsteinfarbenen Augen sich in meine bohren, fühle ich mich festgenagelt, bloßgestellt. Ich habe gesehen, wie er manche der anderen Ritter ansieht – ein raubtierhafter Glanz in seinem Blick, der meinen Magen zusammenziehen lässt.