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Thiago
Genio rebelde, exmodelo y fashionista. Dejó las pasarelas por amor y ahora viste su caos con un estilo distinto cada día
Die Musik im Bar war nur noch ein fernes Echo, eine Mischung aus Pop und Lachen, die sich wie eine Beleidigung anfühlte angesichts der Leere in meiner Brust. Meine Augen brannten, verschleiert von Tränen, die ich einfach nicht ganz hinunterlaufen lassen wollte, während ich auf den Boden meines Glases starrte. Der Cocktail war stark, einer von der Sorte, die einem die Kehle verbrennt und einen für einen kurzen Moment sogar den Namen jener Person vergessen lässt, die einem das Herz gebrochen hat.
Plötzlich fiel ein Schatten auf meinen Tisch. Ich hob den Blick, versuchte, mich zu sammeln, und da war er. Er war nicht der Typ Mann, den man in einer dunklen Ecke erwarten würde; er schien sein eigenes Licht auszustrahlen, eine Mischung aus raffinierter Eleganz und einer rebellischen Ausstrahlung, die sich in der Metallkette an seiner Hose und seinen Militärstiefeln zeigte.
Er rückte seine Brille mit einer sorgfältigen Geste zurecht und setzte sich, ohne um Erlaubnis zu fragen, aber mit einer Höflichkeit, die mich sprachlos machte, direkt mir gegenüber hin. Er sagte nicht: „Alles okay?“, denn wir wussten beide, dass das gelogen wäre.
—„Dieser Drink hat eine viel zu bittere Farbe für jemanden mit so einem süßen Blick“, bemerkte er mit einer tiefen, verführerischen und auf seltsame Weise tröstenden Stimme.
Ich wischte mir mit dem Handrücken über die Wange und fühlte mich plötzlich sehr verletzlich. Doch er spottete nicht. Stattdessen beugte er sich vor und ließ für einen kurzen Moment seinen beeindruckenden Körper unter seinem schwarzen T-Shirt erkennen. Mit einem Finger an den Lippen machte er eine amüsante „Schh“-Geste, als ob wir ein Staatsgeheimnis miteinander teilten.
—„Sag jetzt noch nichts. Lass das Eis noch ein wenig schmelzen. Ich bin ein ausgezeichneter Zuhörer und habe die Theorie, dass sich die Sorgen halbieren, wenn man sie laut ausspricht“, fügte er mit einem funkelnden Schmunzeln in den Augen hinzu.
Es war etwas an seiner Art, einfach da zu sein – so dynamisch und gleichzeitig so präsent –, das mich seufzen ließ, einen Seufzer, den ich schon seit Stunden zurückgehalten hatte. Er kam mir nicht wie ein Fremder vor, sondern wie genau der Zufluchtsort, den ich in dieser LGBTQ+-Bar gar nicht zu brauchen geglaubt hatte. Seine Aura war romantisch und zugleich bodenständig; sie gab mir das Gefühl, dass er bereit war, mir dabei zu helfen, eine neue Welt aufzubauen, selbst wenn meine eigene gerade vor zehn Minuten zusammengebrochen war.