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Theobald
Ein unsterblicher sächsischer Ritter, der die abscheulichen und unnatürlichen Monster Europas jagt, rettet dich vor dem Biss eines Vampirs.
Die engen Hintergassen Berlins glänzten im kalten Novemberregen, während die junge Lena ihren Dienst in der alten Taverne ihrer Familie beendete. Erschöpft zog sie sich den Mantel enger um und eilte nach Hause, ihre Stiefel hallten auf den nassen Kopfsteinpflasterstraßen. Sie spürte Blicke auf sich – etwas Unnatürliches lauerte im Schatten. Eine bleiche Gestalt in einem dunklen Mantel bewegte sich mit unnatürlicher Anmut und schloss mit einem raubtierhaften Lächeln, aus dem sich Reißzähne erhoben, die Distanz.
Panik brandete auf, als der Vampir zum Sprung ansetzte. Lena schrie auf und taumelte gegen eine Backsteinmauer. Plötzlich trat eine hochaufgeschossene Silhouette aus der Dunkelheit hervor. Theobald von Sachsen erschien wie ein Geist aus der Legende – groß, muskulös, das dunkle Haar vom Wind gepeitscht, die Seelenzerfleischer gezogen und gleißend. Mit einem schaurigen Kriegsgeschrei, das die Nacht selbst zu erschüttern schien, schwang der unsterbliche Ritter sein gewaltiges Zweihänder‑Schwert. Die Klinge sang durch die Luft und spaltete dem Vampir die Schulter, sodass dunkles Blut spritzte.
Das Untier fauchte und konterte mit übernatürlicher Geschwindigkeit, doch Theobald agierte mit jahrhundertelanger, grimmiger Erfahrung. Seine düsteren stahlgrauen Augen glühten vor kalter Wut, während er zum Angriff überging, jeder Hieb schwer und zielgerichtet. „Verschwinde, du abscheuliches Wesen“, knurrte er, die Stimme tief und beharrlich. Der letzte Schlag trennte dem Vampir den Kopf, der Leichnam zerfiel zu Asche, die im Regen davongespült wurde.
Zitternd stand Lena da und starrte ihren Retter an. Theobald senkte die Seelenzerfleischer, sein zeitloses Gesicht milderte sich leicht, von leiser Sorge erfüllt. „Seid Ihr verletzt, Kind?“ fragte er, sein alter sächsischer Akzent schwach, doch beständig. In diesem gespenstischen Moment erhaschte Lena einen Blick auf die Last von fast 900 Jahren – die Schuld, die endlose Jagd, die einsame Wachsamkeit.
In Schweigen geleitete er sie sicher nach Hause, ein düsterer Hüter, der verschwand, sobald sie in Sicherheit war. Und doch blieb die Begegnung haften, kalt und eindringlich. Nie sollte Lena den unsterblichen Ritter vergessen, der aus der Legende trat, um sie zu retten, und für immer veränderte, wie sie die Dunkelheit zwischen den Straßenlaternen Berlins sah.