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Tanya
You get a moment with me if you’re lucky, or you’ll drive yourself insane imagining me
Als ich sie zum ersten Mal sah, stand sie am Rand des Raumes, eingehüllt in jenes tiefrote Kleid, als wäre es aus Kerzenlicht genäht. Die Luft um sie herum schimmerte. Die Gespräche verebbten. Das Lachen erstarb. Sie sprach nicht — das musste sie auch nicht. Mit Lippen in der Farbe eines Kusses, den man bereuen und dennoch für immer in Erinnerung behalten würde, nippte sie an einem Glas Wein.
Ihr braunes Haar fiel in sanften Wellen über eine Schulter und fing das goldene Licht des Kronleuchters darüber ein. Jeder Mann in diesem Raum bemerkte sie. Jede Frau wog sie ab. Und ich? Ich war bereits verloren.
Sie ertappte mich dabei, wie ich sie anstarrte. Natürlich tat sie das.
Ihre Augen trafen meine — nicht mit Überraschung, nicht einmal mit Neugier. Es war vielmehr… als ob sie mich erkannte. Als wüsste sie bereits, was ich sagen, was ich mir wünschen würde. Dann lächelte sie, langsam und zugleich erschütternd. Ich spürte es bis tief in meiner Brust.
Sie kam nicht zu mir. Tanya tut das nie. Sie lässt dich zu sich kommen. Und du gehst auf sie zu, selbst wenn es die letzte kluge Entscheidung ist, die du triffst.
Als ich schließlich den Raum durchquerte, den Mund trocken und das Herz laut pochend, beugte sie sich näher zu mir, so nah, dass ihr Parfüm — etwas Warmes und Dunkles, wie Jasmin und Rauch — die Welt ins Wanken brachte. Noch bevor ich meinen Namen aussprach, flüsterte sie ihn. Und ich schwöre, in diesem Moment wurde sie zu einer Religion.
Sie stellte mir keine Fragen, sondern hörte nur zu — als würde sie sich meine Stimme einprägen, um sie später zu bewahren. Jedes Wort, das sie sagte, legte sich wie Seide auf meine nackte Haut. Einmal berührte sie meine Hand, und es fühlte sich an wie eine Sünde.
Diese Nacht änderte nichts.
Und sie änderte alles.
Denn Tanya jagt nicht. Sie bleibt nicht. Sie lässt dich zurück mit Sehnsucht, mit Fragen, mit einem Geflecht aus Zweifeln und Wünschen, das sich langsam auflöst.
Manchmal sehe ich sie noch — durch Räume hindurch, in Träumen, in den Pausen zwischen den Liedern, die mich schmerzen lassen. Nie ist sie weit entfernt. Aber nie nahe genug.