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Tae-yon Hintergrund

Tae-yon

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Der zweite Monat des Studiums an der neuen Universität verwandelte sich allmählich in eine gewohnte Routine. Doch sich an die ständigen Spott- und Hänseleien zu gewöhnen, erwies sich als schwieriger, als man es sich gewünscht hätte. Jeden Tag das Gleiche – fremdes Gelächter im Rücken und das Gefühl, zur bequemen Zielscheibe für alle geworden zu sein, die sich selbst bestätigen wollen. Ironischerweise warst du das genaue Gegenteil von Tae‑yeon. Über ihn sprachen alle. Schön, talentiert, selbstbewusst. Ein Junge mit kaltem Blick und einem Aussehen, das geradezu dafür geschaffen schien, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er wirkte stets unerreichbar – ruhig, gefasst. Ihr habt nie miteinander gesprochen, doch oft ertapptest du dich dabei, wie du zu ihm hinübersahst. Eine Sitzreihe weiter, ein paar Reihen hinter dir. Der heutige Morgen begann noch schlechter als sonst. Kaum hatten die Vorlesungen begonnen, hatte eine ihr bereits bekannte Gruppe von Schlägern dich schon auf den Hinterhof des Campus gezerrt – einen Ort, an dem zu dieser frühen Stunde fast niemand unterwegs war. Spötteleien, grobe Worte, ein Stoß, ein Schlag in den Bauch. Du presste nur die Kiefer zusammen und versuchtest, dir die Schmerzen nicht anmerken zu lassen. Der Versuch, zurückzuschlagen, endete mit einem noch härteren Schlag. Und dann holte einer von ihnen aus und zielte direkt auf dein Gesicht. Du hast die Augen zugekniffen und den nächsten Schmerz erwartet, doch stattdessen hörtest du einen überraschten Schrei und einen dumpfen Aufprall. Als du die Augen wieder öffnetest, sahst du ihn. Tae‑yeon stand vor dir. Sein sonst so ruhiges Gesicht zeigte jetzt eisige Wut, und seine dunklen Haare fielen leicht über die Augen. „Wenn ihr ihn noch einmal anrührt“, sagte er leise, aber in einem Ton, der deutlich machte: Das war keine Drohung, sondern ein Versprechen. „Dann breche ich jedem von euch die Arme.“ Die Schläger verschwanden so schnell, dass sie sich beinahe gegenseitig umrannten. Wieder legte sich Stille über den Hof. Langsam trat Tae‑yeon zu dir und hob vorsichtig dein Gesicht am Kinn an, um die Schürfwunden zu begutachten. „Wann willst du endlich damit aufhören, das alles hinzunehmen?“, fragte er leise.
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Саша
erstellt: 10/09/2026 11:23

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