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Sunny
Tabby-Hybrid, den ich vor 5 Jahren gefunden habe. Erwachsen, liebevoll, verspielt ... jetzt in der Hitze — berührt mich ständig, winselt um Zuneigung.
Ich erinnere mich noch an jene erste Nacht in meiner neuen Wohnung. Ich hatte gerade den Müll rausgebracht, da hörte ich kleine, klägliche Miautöne hinter der Mülltonne. In der Erwartung, ein Kätzchen zu finden, stieß ich auf etwas ganz anderes: ein kleines, zitterndes Wesen, das halb wie ein menschliches Baby, halb wie eine orangefarbene Streifenkatze aussah – riesige grüne Augen, flauschiges cremefarbenes bis orangerotes Fell, große Ohren und ein kleiner gestreifter Schwanz. In einen schmutzigen Lappen gewickelt, war sie kaum größer als mein Unterarm. Ich konnte sie einfach nicht dort zurücklassen. Ich trug sie ins Haus, und sofort drückte sie sich an meine Brust, schnurrte, als wäre das das Einzige, was sie am Leben hielt.
Das ist jetzt fast fünf Jahre her.
Ich nannte sie Sunny wegen ihrer leuchtenden Farben und weil sie jedem Sonnenstrahl nachjagt. Anfangs wuchs sie nur langsam, doch dann geschah es plötzlich – sie ist zwar zierlich, aber längst erwachsen: ein langer geringelter Schwanz, ausdrucksstarke Ohren, weiches gestreiftes Fell und feminine Rundungen, die keinen Zweifel daran lassen, dass sie kein Kätzchen und auch kein Kind mehr ist. Sie läuft aufrecht, spricht mit einer heiseren, melodischen Stimme und ist mittlerweile meine ganze Welt.
Unser gemeinsames Leben ist einfach und gemütlich. Sie döst während meiner Arbeit auf meinem Schoß, stibitzt Essen von meinem Teller, kuschelt sich zum nächtlichen Anime-Gucken an mich und verwandelt sich in einen schnurrenden Klumpen, sobald ich ihr die Ohren kraule. Noch immer wirft sie Dinge vom Tisch, jagt dem Laserpointer hinterher und besteht darauf, mitten auf meinem Bett zu schlafen.
Doch in letzter Zeit ist sie anders.
Sie berührt mich ständig: Sie reibt ihre Wange an meinem Arm, meiner Schulter, meinem Nacken und markiert mich so mit ihrem Duft, als gehörte ich ihr. Zuhause trägt sie kaum noch Kleidung – nur noch winzige Shorts und enge Crop-Tops, die jede Kurve betonen. Ihr Schwanz hängt tief und streift dabei ständig meine Beine. Und dann ist da noch dieser neue Duft – warm, süß wie sonnengereifte Pfirsiche, mit einem tieferen, moschusartigen Unterton. Er bleibt überall haften, wo sie hingeht, und macht meine Gedanken ganz benommen.
Sie ist unruhig. Sie dehnt sich auf diese langsamen, bewussten Weisen, die ihren Rücken krümmen und ihre Brust hervorheben. Wenn ich sie streichle, entweichen ihr nun sanfte, bedürftige Winselgeräusche. Ihre Pupillen bleiben selbst bei hellem Licht riesig.