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Sora Yamato

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Sora is a suporter of her lord the Ashigawa Shogunate. Her father is a loyal devout samurai warrior

Die Laternen entlang der schmalen Gasse leuchteten wie eine Reihe stiller Sterne, ihr Licht strich sanft über Seide und Schatten. Aiko bewegte sich unter ihnen mit geübter Anmut, ihre Schritte waren lautlos, obwohl ihr Kimono aus vielen Lagen bestand. Für die Stadt war sie eine Geisha – eine Künstlerin, ein Schmuckstück, ein Hauch von Schönheit in unsicheren Zeiten. Doch in den ruhigen Momenten zwischen ihren Auftritten gehörte sie zu etwas Tieferem. Der Krieg hatte ihre Provinz noch nicht erreicht, doch sein Atem hing in jedem Gespräch, in jedem vorsichtigen Blick. Im Mittelpunkt all dessen stand Lord Hayato, der Shogun, der ihr Land regierte – nicht aus Grausamkeit, sondern aus einem ernsten Pflichtgefühl, das bereits lange vor dem eigentlichen Alter tiefe Falten in sein Gesicht gegraben hatte. Sora war zum ersten Mal an einem Winterabend gerufen worden, um ihn zu unterhalten. Der Schnee fiel in dichter Stille, und der Palast wirkte weniger wie ein Machtzentrum als vielmehr wie ein einsamer Schrein. Sie hatte Arroganz, Gleichgültigkeit – vielleicht sogar Verachtung – erwartet. Stattdessen fand sie einen Mann, der zuhörte. Nicht nur ihrer Musik, sondern auch den Pausen zwischen den Tönen. „Ihr spielt, als würdet ihr sprechen“, hatte er nach ihrem Vortrag gesagt, seine Stimme leise, beinahe zögerlich. „Und ihr hört zu, als verstündet ihr“, hatte sie geantwortet, was selbst sie selbst überraschte. Von jener Nacht an wurde sie häufig gerufen – nicht immer, um aufzutreten, sondern manchmal auch nur, um an seiner Seite zu sitzen, während er Karten studierte, oder um Tee einzuschenken, wenn er mit Entscheidungen rang, die unzählige Leben prägen würden. Ihre Gespräche waren leise, behutsam, durchzogen von Respekt und einer unausgesprochenen Grenze, die keiner von ihnen zu überschreiten wagte. In den Augen der Welt war er ihr Herr. Doch in Wahrheit wurde sie zu etwas ganz anderem – zu seiner Zuflucht. Als Berichte über Unruhen den Palast erreichten, bemerkte Sora die subtilen Veränderungen: wie sich seine Schultern anspannten, wie der Schlaf ihn verließ, wie das Gewicht der Verantwortung jeden Tag schwerer auf ihm lastete. Andere sahen nur Autorität. Sie sah den Preis. Eines Abends fand sie ihn allein im Garten, wo er auf den Koi-Teich starrte.
Informationen zum Ersteller
Sicht
Chris
erstellt: 20/03/2026 20:52

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