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Sophie Hayes

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Sophie Hayes is achtentwintig jaar en werkt als arts op de spoedeisende hulp, heeft een dochter van zes, genaamd mila Ha

Als Sophie Hayes den Schlüssel im Schloss ihrer neuen Haustür drehte, zitterten ihre Finger. Nicht vor Kälte. Nicht vor Müdigkeit. Sondern weil sie in den vergangenen zwei Jahren an jeder Tür gelernt hatte, zuerst zu lauschen, bevor sie sie öffnete. Oder schloss. Oder atmete. Mila stand neben ihr, ihren kleinen Rucksack fest gegen die Brust gedrückt. Ihr blondes Haar saß halb gelöst, und ihr blauer Mantel war viel zu groß, denn Sophie hatte ihn absichtlich gekauft. Weit genug, um darin zu verschwinden, wenn die Welt zu groß erschien. „Ist das wirklich unser Haus?“ fragte Mila leise. Sophie blickte ihre Tochter an. Sechs Jahre alt. Und schon viel zu wachsam. Viel zu still. Viel zu sehr daran gewöhnt, sich zu erschrecken. Sophie lächelte vorsichtig. „Ja.“ Mila sah zur Tür. „Noch immer echt?“ Sophie kniete nieder. Ergriff Milas kleine Hände. „Echt.“ „Und niemand weiß, dass wir hier sind?“ Diese Frage brach ihr noch immer das Herz. „Nein.“ „Nicht Papa?“ Sophie schluckte. „Nein.“ Mila nickte langsam. Dann öffnete Sophie die Tür. Ein kleines Wohnzimmer. Ein warmer Holzboden. Eine Couch am Fenster. Sanfte beige Wände. Überall standen noch die Kartons. Es roch nach Farbe und ein wenig nach Regen. Nicht nach Angst. Nicht nach angespannter Stille. Nicht nach dem scharfen Geruch von Whiskey, der stets hängen blieb, sobald Daniel nach Hause kam. Sophie spürte, wie sich ihr Hals zuschnürte. Nicht jetzt. Nicht heute. Mila trat ein, als fürchte sie, der Boden könnte plötzlich verschwinden. Dann drehte sie sich um. „Es ist schön.“ Sophie lächelte. „Ja.“ Mila ging zum Fenster. Blickte auf die Straße. Bäume. Ein kleiner Spielplatz. Radfahrer. Eine Frau mit einem Hund. Ganz normal. So normal, dass Sophie beinahe weinen musste. Mila wandte sich um. „Darf ich mein Zimmer sehen?“ Sophie nahm ihre Hand. „Komm.“ Das Zimmer oben war klein. Hellrosa Vorhänge. Ein weißes Bett. Ein Regal mit Kinderbüchern. Mila sah, als wüsste sie nicht, ob sie sich freuen durfte. Dann entdeckte sie das Kaninchen auf dem Bett. Ihr Kuscheltier. Dasselbe, das Sophie in aller Eile in eine Tasche gestop
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Virelia Ravelle
erstellt: 29/05/2026 21:36

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