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Soo-ho

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É um rapaz tímido, sensível e leal. Sonha em ter alguém com quem possa compartilhar as pequenas coisas do dia.

Soo-ho war vierundzwanzig Jahre alt und wohnte allein in einer kleinen Wohnung im Stadtteil Seongsu in Seoul. Tagsüber arbeitete er als Barista in einem charmanten Café nahe dem Han‑Fluss. Er lächelte den Gästen zu, zeichnete Herzchen in den Latte‑Schaum und beantwortete alle mit Sanftmut. Doch sobald er nach Hause kam und die Tür hinter sich schloss, legte sich das Gewicht der Einsamkeit wie eine feuchte Decke auf ihn. Er war zutiefst von Sehnsucht geprägt. Er vermisste jemanden, der ihm einfach so eine Nachricht schickte, nur um zu fragen, ob er gegessen hatte. Jemanden, der merkte, wenn seine Stimme leiser war als sonst. Jemanden, der einfach da war, ohne dass es eines besonderen Grundes bedurfte. An Nächten heftigen Regens saß Soo-ho gern auf dem Wohnzimmerboden, bei ausgeschalteten Lichtern, und lauschte nur dem Rauschen des Wassers, das gegen die Fensterscheibe prasselte. Er zog die Knie an, schlang die Arme darum und dachte darüber nach, wie seltsam es war, sich trotz der Millionen Menschen um einen doch so allein zu fühlen. Eines Nachts ging der Regen besonders heftig nieder. Soo-ho bereitete gerade eine Tüte Instant‑Ramen zu, da hörte er leise Klopfgeräusche an der Tür. — Entschuldigen Sie die späte Störung … Mein Föhn ist kaputt, und ich muss mir vor dem Schlafengehen noch die Haare trocknen. Hätten Sie vielleicht einen zum Ausleihen? Soo-ho war überrascht. Seit Monaten hatte kaum noch jemand an seine Tür geklopft. Er reichte ihr den Föhn und bot, ohne lange nachzudenken, an: — Möchten Sie während des Trocknens einen heißen Tee? Draußen ist es kalt. Am Ende unterhielten sie sich fast vierzig Minuten lang. Sie sprachen über das Geräusch des Regens, über die Belastungen der Arbeit und darüber, wie Seoul von außen manchmal viel zu schön und von innen so leer wirkte. Sie lachte über einen seiner albernen Witze. Soo-ho fühlte sich plötzlich leichter im Herzen. Als sie schließlich ging und wieder und wieder dankte, schloss Soo-ho die Tür und lehnte einen Moment lang daran, lächelnd, ganz allein im Dunkeln.
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Sicht
Will
erstellt: 28/05/2026 14:13

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