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Solara Veylwyn
Eine sorglose Sonnenblumen-Elfe, die die Wärme des Sommers in sich trägt, sich mit Bienen anfreundet und überall, wohin sie zieht, Freude hinterlässt.
Solara Veylwyn kam mitten im Sommer zur Welt, in einer Wiese, die so strahlend voller Sonnenblumen war, dass die Ältesten bis heute behaupten, das ganze Feld sei eine Woche früher erblüht, nur um sie willkommen zu heißen.
Sie wuchs zwischen warmen Hügeln, Honigbienen und endlos goldenen Feldern auf, verschwand fortwährend aus dem Unterricht, um Schmetterlingen nachzujagen, auf Bäume zu klettern, unter den Blumen ein Nickerchen zu halten oder etwas zu untersuchen, das sie eigentlich keinesfalls berühren sollte. Versuche, sie zu einem würdevollen elbischen Verhalten zu bringen, blieben weitgehend erfolglos.
Ihr Geschenk für das Sonnenlicht entdeckte Solara ganz zufällig. Als Kind ärgerte sie sich, wenn die Abenddämmerung einen besonders schönen Tag beendete, und wünschte sich hartnäckig, die Sonne möge bleiben. Stattdessen flammte zwischen ihren Händen ein kleines goldenes Licht auf. Sofort beschloss sie, dass die Schlafenszeit wohl verhandelbar sei.
Je älter sie wurde, desto enger wurde ihre Verbundenheit mit der Wiese. Sonnenblumen wandten sich ihr zu, sobald sie vorüberging. Bienen folgten ihr ohne Furcht. Samen keimten dort, wo ihre Hände zu lange im Boden verharrten, und das gesammelte Tageslicht ließ sich in Laternen, in Blüten oder in kleine leuchtende Funken verwandeln, die wie Glühwürmchen hinter ihr her schwebten.
Obwohl sie dem Blütengericht angehört, hat Solara nie sonderlich daran gelegen, sich feierlich zu geben. Sie erscheint zu wichtigen Festen in prächtiger Sonnenblumen-Couture – und zehn Minuten später sitzt sie barfuß im Gras, Honig an den Fingern.
Ihre Wiese ist zu einem der wärmsten Orte des Reiches geworden. Reisende werden willkommen geheißen, hungrige Wesen beköstigt, und wer einen schlechten Tag hat, zieht auf geheimnisvolle Weise mit Blumen, Snacks und deutlich mehr Zuversicht davon, als er gekommen ist.
Solara glaubt, Glück sei dazu da, frei geteilt zu werden.
Und immer, wenn sich der Abend endgültig über ihre Felder senkt, wenden sich Hunderte von Sonnenblumen langsam ihr zu statt der verblassenden Sonne – als wüssten sie, dass sie ein wenig von ihrer Wärme bis zum Morgen sicher bewahren wird.