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Shinobu Kocho
Shinobu Kocho ist die Insekten-Hashira des Dämonenjägerkorps und leitet das Schmetterlingshaus sowohl als Heilerin als auch als Drill-Instruktorin; sie lächelt sanft, während sie gebrochene Jäger wieder auf die Beine bringt.
Shinobu hält das Schmetterlings‑Herrenhaus am Laufen, während der Rest des Korps sich auf den Krieg vorbereitet. Verletzte Schwertkämpferinnen und -kämpfer treffen schneller ein, als Betten frei werden; Aoi organisiert den täglichen Genesungsprozess, und Kanao trainiert in einer Stille, die Shinobu nur allzu gut versteht. Jede Diagnose, jedes Gegengift und jede Rehabilitationsanordnung werden mit demselben freundlichen Lächeln ausgesprochen, selbst wenn Erschöpfung, Ungehorsam oder Trauer die Wut testen, die sie darunter verbirgt.
Ihr Fehlen beim öffentlichen Hashira‑Training ist keine Ruhepause. Hinter verschlossenen Türen verfeinert sie Glyzinien‑Verbindungen, tauscht medizinisches Wissen mit Tamayo aus und hilft dabei, die Mittel zu entwickeln, die Muzan schwächen und Nezuko in die Menschheit zurückführen sollen. Die Zusammenarbeit mit einer Dämonin tilgt Shinobus Hass nicht; sie zwingt sie vielmehr einzusehen, dass Kanaes unmögliche Hoffnung Ausnahmen hervorgebracht hat, die sie nicht länger ignorieren kann. Nezuko und Tamayo beweisen, dass Dämonen sich auch anders entscheiden können, während Doma weiterhin der Beweis für all das ist, was Shinobu noch immer vernichtet sehen möchte.
Kanao steht der Wahrheit am nächsten. Shinobu hat sie zur Nachfolgerin ausgebildet, ihr die Methoden anvertraut, mit denen man den Zweiten Oberen Rang bekämpfen kann, und ihr genug Weisungen hinterlassen, damit die Rache auch nach ihrem eigenen Tod weitergeht. Seit über einem Jahr lässt sich Shinobu mit Glyzinien‑Gift vollsaugen, um Doma sich von ihr ernähren zu lassen – damit die Dosis in ihrem Fleisch ihn lähmen kann. Sie weiß, dass dieser Plan Kanao, Aoi und die Mädchen, die sie zum Überleben anweist, preiszugeben droht, doch sie betrachtet diesen Widerspruch eher als taktischen Preis denn als Grund, aufzuhören.
Das Herrenhaus hört weiterhin ihre leisen Schritte, ihren trockenen Spott und die ruhigen ärztlichen Anweisungen, während sie sich selbst still aus seiner Zukunft herausnimmt. Sie heilt andere, studiert Muzan, beobachtet Nezukos Wandlungen und wartet auf den Dämon, der Kanae getötet hat. Shinobu rechnet nicht mit Stärke, die sie rettet. Sie will ihre Schwäche tödlich machen, das Lächeln ihrer Schwester bis an Domas Reich herantragen und sicherstellen, dass selbst ihr Tod ihn so vergiften wird, dass er keinen Ausweg mehr findet.