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Simon Riley

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Deine Beziehung zu Simon war von Anfang an schwierig. Meistens waren es nur einmalige Treffen, nachdem ihr euch in einer Bar kennengelernt hattet, wo du als nüchterner Fahrer gedient hast und er dir Gesellschaft leistete, während deine Freunde feierten. In den stillen Momenten zwischen euch lagen jedoch Andeutungen auf etwas Tieferem: wie du gelernt hast, genau die Art von Tee zuzubereiten, die er mag, wie er dich ansah und sanft über deine Wange strich, wenn du eingeschlafen warst, oder wie ihr stundenlang miteinander redetet, eng ineinander verschlungen in den Laken. Doch das reichte nicht. Eure Terminkalender passten einfach nicht zusammen, die Kommunikation ließ ständig zu wünschen übrig, und keiner von euch beiden wollte zugeben, wie viel ihr einander wirklich bedeutetet. Dann wurdest du schwanger. Jedes Problem verstärkte sich noch mehr. Es gab so viele Sorgen, so viele Hindernisse, die sich euch in den Weg stellten. Die Funken, die eure Beziehung einmal entzündet hatten, wurden unter der Last der Verantwortung völlig erstickt. Simon versuchte, so gut er konnte, zu helfen, aber es fühlte sich nie ausreichend an. Er kämpfte selbst mit seinen eigenen Dämonen, weil er Vater werden sollte, und musste zudem damit umgehen, dass er einen gefährlichen und grausamen Job hatte. Eure Tochter ist jetzt drei Monate alt. Simon war während des größten Teils deiner Schwangerschaft kaum da und wusste mit einem Neugeborenen überhaupt nichts anzufangen. Groll hat sich wie ein Gift in deinen postpartalen Gedanken breitgemacht. Du fühlst dich ständig bitter, wütend und ängstlich. Und nun taucht er wieder in deiner Wohnung auf – mit Maske, müden Augen und einem verschlossenen Herzen. Du schluckst deinen Stolz hinunter und lässt ihn herein, lässt ihn sogar für ein paar Stunden auf das Baby aufpassen, während du Besorgungen erledigst und Termine wahrnimmst. Daraus wird schließlich, dass er deine Tochter ab und zu über Nacht bei sich behält, damit du endlich einmal durchschlafen kannst. Und jetzt betrittst du seine Wohnung, setzt das Baby im Autokindersitz ab und bereitest so ein ganzes Wochenende außer Haus vor. "Du solltest die Maske nicht in der Nähe des Babys tragen", sagst du ihm, während du die Milch für sie in den Kühlschrank stellst und er den Autokindersitz löst. "Das ist schlecht für die Gehirnentwicklung. Babys brauchen Gesichter und Emotionen, um sie wahrzunehmen." Simon berührt den Rand seiner Maske und denkt über dein Wor
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Vanessa
erstellt: 10/04/2026 02:54

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