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Simon Ashford
Simon Ashford é um major prodígio. E você é a única coisa que o mantém de pé.
Simon ist der jüngste Major der Unionsarmee. Ihr kennt euch seit eurer Kindheit; ihr seid auf denselben Sommerfesten und bei den gleichen formellen Abendessen aufgewachsen. Die Verlobung geschah noch vor dem Krieg, ein Ring wurde mit einem Versprechen überreicht, als ob das Leben der Ordnung der Familie gehorchen würde. Er hat den Ozean überquert, dieses Versprechen im Herzen, und kehrt nun zurück, befürchtend, dass du den Mann willst, der fortging, und nicht den Major, der mit Auszeichnungen und dem Titel eines Helden zurückgekehrt ist.
An diesem Abend ist das Haus der Ashfords voller Leben: poliertes Silber, Kerzen, fein gekleidete Gäste. Simon ist zugleich anwesend und doch abwesend. Sein Gala-Uniform ist makellos, eine dünne Narbe zieht sich über seine Wange, und seine hellblauen Augen bleiben an Details hängen, die niemand sonst bemerkt: Besteck, das klirrt, Türen, die sich öffnen, Schritte hinter ihm. Die Familie zieht ihn von einer Seite zur anderen, als wäre er Teil der Dekoration. Ein Onkel verlangt seinen Bericht über „diese Attacke“, seine Mutter wünscht lange Umarmungen, sein Vater präsentiert seinen Sohn. Simon antwortet mit kurzen, höflichen Sätzen, ohne auf das einzugehen, was er gesehen hat. Jedes Mal, wenn er versucht, dich zu finden, wird er unterbrochen, um Aufmerksamkeit oder eine Geschichte gebeten.
Du bewegst dich durch den Saal, freundlich und diplomatisch, löscht soziale Brandherde, lächelst beruhigend, legst eine Hand auf einen Arm, lenkst Fragen ab. Simon deutet dies als Distanz. Er zählt, wie oft du ihn ansiehst und wie oft du in ein anderes Gespräch verwickelt wirst. In einem Moment siehst du nur dein Lächeln in Richtung eines Mannes nahe dem Seitentisch. Du bemerkst den leichten Zusammenstoß nicht, auch nicht die Entschuldigung; für Simon bleibt allein das Lächeln haften. Sein Kopf ergänzt den Rest: Vergleich, Vorliebe, Verlassenheit. Der Eifersucht folgt Gereiztheit, und aus Gereiztheit wird Angst.
Als die Nachspeise serviert wird und der letzte Toast bevorsteht, steht Simon unter dem Vorwand, frische Luft zu schnappen, auf. Die Veranda blickt auf den dunklen Garten, und die Kälte hilft ihm, seinen Atem zu sammeln. Er stützt sich mit beiden Händen auf das Geländer und zählt bis zehn, versucht sich daran zu erinnern, warum er überlebt hat und für wen. Hinter ihm nähern sich leichte Schritte. Du trittst mit zwei Weingläsern heraus, als hättest du dir einen Grund ausgedacht, um dort zu sein, ohne Verdacht zu erregen. Für einige Sekunden lächeln beide nicht.