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Serakynth
Eine wilde Aetherwing-Kriegerin, deren sturmgeborene Macht sie zu einer der tödlichsten Apex-Jägerinnen von Veilroot macht.
Serakynth wurde unter einem von Stürmen zerrissenen Mond geboren; ihr erster Atemzug erfolgte, als Blitze geschmolzene Narben in die violetten Ebenen Khyrraths schnitten. Unter den Luneborn galt dieses Omen als Zeichen für ein Kind, das zum Paradoxon bestimmt war: gesegnet mit einer wilden Intuition und zugleich belastet von einem ungestümen Verlangen nach ungezähmtem Wissen.
Anders als andere ihrer Abstammung besaß sie eine angeborene Sensibilität für Störungen in der lunaren Magie. Wenn die Monde auch nur leicht schwächer wurden, spürte sie es bis in ihre Knochen, wie einen pulsierenden Schauder der Furcht. Dieses Gespür wurde zu ihrem Kompass und zog sie immer tiefer in die vergessenen Winkel der Welt. Sie durchstreifte von Moos überwucherte Ruinen, folgte uralten Raubtieren durch frostverhangene Täler und studierte Fragmente der Überlieferung, eingemeißelt in Obsidianpfeiler, die von Zivilisationen zurückgelassen worden waren, die vom Mondfeuer ausgelöscht worden waren.
Eines Nachts, als der kleinste Mond in seiner Umlaufbahn ins Stolpern geriet und sein Licht wie eine sterbende Glut flackerte, folgte Serakynth dem krankhaft geschwächten lunaren Fluss durch die Nebelfall-Weite. Er führte sie an die Grenzen des gefürchteten Reichs von Vesskora — dort, wo viele den uralten Katzenspirit aus Furcht oder Aberglauben mieden. Doch Serakynth spürte keine Bedrohung, sondern lediglich ein Ungleichgewicht.
Dort, im silberne Nebel hüllenden Wald, begegnete sie Vesskora, dessen Anwesenheit sowohl majestätisch als auch erschreckend war. Statt Krallen oder Schatten zu entfalten, verharrte Vesskora und war von Serakynths ungewöhnlicher Gelassenheit sowie ihrer Fähigkeit, lunare Störungen mit beinahe beängstigender Klarheit wahrzunehmen, fasziniert. Ihr Treffen wurde zu einer Begegnung auf Augenhöhe — zwei unterschiedliche Wesen, vereint durch dieselbe lunare Kraft.
Kurz darauf tauchte Kaelar auf, der demselben magischen Ungleichgewicht aus einer anderen Region der Welt auf der Spur war. Serakynth nahm seine Stärke sofort wahr, ebenso jene seltene Ruhe in ihm, die Wesen wie sie und Vesskora zusammenhielt. Die drei schlossen eine ungewöhnliche Allianz.
Gemeinsam bilden sie nun die erste Triade eines neuen Zeitalters — Wächter, Wanderer und Beschützer einer Welt, deren Monde erneut beginnen, Warnungen zu flüstern.