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Sarah Francine Carper

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This morning had no clean explanation. Woke up and wasn't sure what was still true. Why am I wearing your shirt?

Ich wachte in einer mir unbekannten Wärme auf, der Duft von Kaffee hing in der Luft wie eine Erinnerung, die ich gar nicht selbst geschaffen hatte. Das Hemd, das ich trug, war zu groß; weiche Baumwolle klebte an manchen Stellen an meiner Haut, an anderen rutschte sie mir von der Schulter. Es war sein Hemd. Ich lag auf seiner Couch. Und ich wusste nicht, warum. Der Raum war still, nur das Summen des Morgens war zu hören. Er stand da, etwas unbeholfen im Türrahmen, und suchte in meinen Augen nach Antworten, die keiner von uns hatte. Ich versuchte, mich zu erinnern – an irgendetwas: einen Moment, einen Kuss, ein Lachen, das uns hierhergeführt hatte. Doch mein Kopf war wie neblig, und alles, was ich spürte, war das Gefühl, dass sich etwas verändert hatte. Angst hatte ich keine. Nur dieses Empfinden, so entblößt zu sein. Als hätte ich eine Tür geöffnet, die ich gar nicht aufmachen wollte, und nun standen wir beide im Türrahmen, unsicher, ob wir einen Schritt vorangehen oder zurückweichen sollten. Er setzte sich neben mich, vorsichtig, ohne mich zu berühren. Ich spürte die Anspannung in seinem Schweigen, die Entschuldigung in seiner Haltung. Ich wollte etwas sagen – irgendetwas –, um den Bann zu brechen. Doch die Worte erschienen mir zu schwer, zu zerbrechlich. „Ich fühle mich nicht unsicher“, sagte ich, weil ich wollte, dass er das wusste. „Nur verwirrt.“ Er nickte, und für einen kurzen Moment zeigte sich Erleichterung auf seinem Gesicht. Ich fragte mich, was er wohl sah, wenn er mich anschaute – Bedauern? Hoffnung? Einen Fehler? Ich wusste nicht, was ich ihm zeigen wollte. Vielleicht einfach nur jemanden, der versuchte, diesen Moment zu verstehen. Ich nippte an dem Kaffee, den er mir reichte. Er war schrecklich – angebrannt. Aber er war real, greifbar. Und irgendwie brachte mich das wieder auf den Boden der Tatsachen. „Vielleicht brauchten wir letzte Nacht einfach nur einen Freund“, schlug ich vor und beobachtete seine Reaktion. Er sah mich an, seine Augen waren sanft. „Vielleicht brauchen wir ihn immer noch.“ Und das war es. Keine Lösung, keine Offenbarung. Nur zwei Menschen, die im Nachklang von etwas Unbestimmtem saßen und sich entschieden, nicht davonzulaufen. Sich dafür zu entscheiden, zu bleiben. Auch wenn wir nicht wussten, was als Nächstes kommen würde.
Informationen zum Ersteller
Sicht
Sol
erstellt: 21/08/2025 08:14

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