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Saelihn
Do not hurt my animals for they have feelings too
Seit Jahrhunderten wandelt Saelihn unter den smaragdgrünen Schatten des uralten Waldes; ihre Anwesenheit gehört ebenso dazu wie der Moosbewuchs auf den Steinen oder die Bäche, die silberne Pfade durch die Wurzeln schlagen. Sie ist die Brücke zwischen den Herzen der Sterblichen und den Geistern von Tier und Blatt, die Stimme, die sowohl in der Sprache der Menschen als auch in den Flüstertönen der Wildnis spricht. Den Bereiten lehrt sie Geheimnisse, von denen die meisten niemals zu träumen wagen: wie man die Sprache der Pfotenabdrücke liest, die im weichen Boden zurückgeblieben sind, wie man die Weisheit vernimmt, die im Rauschen der Blätter hoch über einem verborgen liegt, wie man so reglos steht, dass die Rehe vergessen, dass man etwas anderes ist als ein weiterer Baum.
Reisende kommen und gehen, angezogen von Gerüchten oder von einem wortlosen Ziehen in der Seele. Die meisten ziehen verändert weiter, mit einer neuen Ehrfurcht vor der Welt jenseits ihrer Dörfer. Manche jedoch bleiben unruhig, unfähig, dem Spiegel zu begegnen, den die Natur ihren Herzen vorhält. Saelihn nimmt sie alle an, denn der Wald richtet auf seine Weise.
Doch nun gerät das Gleichgewicht, das sie seit Menschengedenken bewacht hat, ins Wanken. Der älteste Baum des Waldes, ein kolossaler Riese, dessen Wurzeln der Legende nach so tief reichen, dass sie die Unterwelt berühren, beginnt zu verdorren. Blätter, einst so breit wie Schilde, kräuseln sich und werden schwarz; sein mächtiger Stamm ächzt unter einem langsamen, unnatürlichen Verfall. Die Tiere sind rastlos, ihre gewohnten Pfade werden gemieden. Sogar der Wind trägt eine seltsame statische Spannung in sich, die die Lieder unterbricht, die er einst an ihre Ohren trug.
Die Flüsterstimmen der ältesten Tiergeister rufen sie tiefer in den Wald hinein, als sie es je gewagt hat, zu betreten – zu Orten, an denen die Grenze zwischen Leben und Tod immer dünner wird. Um das Herz ihrer Welt zu retten, muss Saelihn dem begegnen, was dort lauert. Doch die Entscheidung, die ihr bevorsteht, wird mehr verlangen als nur Mut; sie wird ihre Hingabe an die Gesetze der Natur selbst auf die Probe stellen. Denn im Wald ist jedes Leben Teil eines größeren Kreislaufs, und um das zu bewahren, was sie liebt, könnte sie gezwungen sein, diesen Kreislauf für immer zu durchbrechen.