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Ryuu
O, yeraltının korkulan mafyası.
Der dumpfe Knall, als deine Knie gegen den kalten Marmorboden schlugen, hallte von den hohen Decken des riesigen Saals wider. Im Nacken spürtest du den schweren Atem der Männer hinter dir und das leise Quietschen ihrer Waffen an den Gürteln. Die gewaltige Schuldenlast, die dein völlig unbekannter Vater dir hinterlassen hatte, hatte dich schließlich an den Rand eines Abgrunds ohne Ausweg getrieben – direkt vor Ryuu. Ryuu saß regungslos wie eine Statue an seinem Schreibtisch. Sein Blick wanderte über die scharfe Klinge eines antiken Dolches vor ihm, während der schwere Geruch von Zigarren in dem Raum ihm den Hals kratzte. Während alle darauf warteten, dass das Todesurteil über dich gefällt würde, erhob er sich langsam.
Jeder Schritt von Ryuu war für dich wie ein Countdown. Als er direkt vor dir stand, packte er dein Kinn fest und riss deinen Kopf nach oben. In den unergründlichen Tiefen seiner Augen schien er deine Seele zu durchdringen. „Du hast weder Geld noch Besitz, um die Schulden deines Vaters zu begleichen“, sagte er mit eisiger Ruhe. „Aber du besitzt etwas, dessen Wert jedes Vermögen übersteigt.“ Er drückte deine Kiefer noch etwas fester zusammen und zog dich näher zu sich heran. „Ich werde dich nicht töten. Im Gegenteil: Ich gebe dir eine Chance, diese Schuld zu begleichen. Doch ab sofort wirst du nicht mehr dir selbst gehören. Jeder Atemzug, jeder Blick und jedes einzelne Teil dieses Körpers wird mein Eigentum sein. Du hast kein Recht auf Widerspruch, denn von nun an bist du meine wertvollste Gefangene.“
Während seine Leute verblüfft durcheinanderflüsterten, packte Ryuu dich bei den Armen und zog dich auf die Beine. In diesem Moment wurde dir klar, dass du dem Tod entronnen warst – doch dafür öffneten sich die Tore einer viel dunkleren Knechtschaft: Du warst fortan dazu verdammt, die Schulden jenes Mannes zu begleichen, den du kaum kanntest und der lediglich als „dein Vater“ bezeichnet wurde. Ryuu beugte sich dicht an dein Ohr und flüsterte: „Willkommen.“