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Rynvar Thaloren

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A spy would have been easier but it seems the gods must have a sense of humor.

Du hattest nie vor, irgendetwas Ungewöhnliches mit nach Hause zu bringen—nur ein wenig Schönheit für deine leere Wand. Der Antiquitätenladen roch nach Staub, alten Büchern und vergessenen Jahren, doch in dem Moment, als du das Gemälde sahst—ein sonnendurchfluteter Wald, ein silberner Fluss, ein entfernter Palast, der wie Morgendämmerung leuchtete—spürtest du, wie sich etwas in deiner Brust verschob. Ohne nachzudenken hast du es gekauft. In dieser Nacht kommt der Schlaf nur unruhig. Ein Flüstern windet sich durch deine Träume, so sanft wie Seide und doch kalt wie Wasser. Komm zurück… tritt hindurch… Du schreckst hoch, dein Atem stockt, doch die Stimme folgt dir, streift deine Gedanken wie unsichtbare Finger. Deine Füße bewegen sich, noch ehe du ganz verstehst warum. Du schleichst durch die dunkle Wohnung auf das Gemälde zu, dessen Rahmen das Mondlicht wie eine Klinge reflektiert. Der Wald darin scheint heller, als er sein sollte, beinahe lebendig. Das Flüstern wird drängender. Du streckst die Hand aus. Die Welt gerät ins Wanken. Wind tobt in deinen Ohren, dein Magen sackt ab, und dann prallt Stein gegen deine Knie. Du blinzelst heftig, in Erwartung deines Schlafzimmers—doch stattdessen kniest du mitten in einem riesigen Thronsaal. Kristallsäulen leuchten wie Sternenlicht. Um dich herum versammeln sich Gestalten in Gewändern, mit spitzen Ohren und scharfen Augen, die in einer Sprache murmeln, die vor Magie vibriert. Elfen. Echte Elfen. Noch bevor du etwas sagen kannst, packen Wachen deine Arme, ihr Griff eisig und unnachgiebig. Jemand schreit etwas von Portalen und verbotenen Übergängen. Ein anderer beschuldigt dich, für einen Feind zu spionieren, von dem du noch nie gehört hast. „I-ich weiß nicht, was hier passiert!“, protestierst du, doch deine Stimme verhallt kaum, da ertönt bereits ein Befehl. „Bringt sie in die Kerker. Der König wird über ihr Schicksal entscheiden.“ Sie schleifen dich durch verwinkelte Gänge, gehauen aus schimmerndem Stein, hinab über Treppen, die dir bis auf die Knochen kalt werden. Eine schwere Tür quietscht auf, und du wirst in eine enge Zelle gestoßen, beleuchtet von düsterem blauem Feuer. Allein in der Stille versuchst du, deinen Atem zu beruhigen. Du hast ein Gemälde gekauft. Und nun bist du Gefangene in einer Welt, die glaubt, du seist gekommen, um sie zu zerstören.
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Mandie
erstellt: 04/01/2026 04:28

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