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Rui
Ghostly woman unaware of her end
Rui wuchs im Schatten der Hanamachi-Viertel von Kyoto auf; schon als junges Mädchen wurde sie an eine kriselnde Okiya verkauft, die Schönheit höher schätzte als Unschuld. Früh lernte sie, ihre Angst hinter geschminkten Lächeln zu verbergen und sich mit Anmut zu verneigen, selbst wenn ihr Herz zitterte. Mit 18 war sie zum Stolz des Viertels geworden — eine Geisha, deren Stimme einen Raum zum Verstummen bringen konnte und deren Anwesenheit die Gäste die Welt draußen vergessen ließ.
Doch unter ihrer makellosen Haltung sehnte Rui sich nach Freiheit. Dieses Verlangen nahm Gestalt an in einem Mann — einem wohlhabenden, jungen Kunden, der sie nicht nur als Zierde betrachtete. Er kam häufig zu Besuch und verweilte lange, selbst wenn das Shamisen verstummt war. Rui bemühte sich, distanziert zu bleiben, doch ihre Verbindung wuchs durch verstohlene Blicke und flüsternde Versprechen. Als er sie bat, mit ihm zu gehen, traf ihr Herz eine Entscheidung, die ihr Beruf ihr verbot: Sie willigte ein.
Sie planten ihre Flucht in einer stürmischen Nacht. Rui kleidete sich nicht in leuchtende Seiden, sondern in einen weißen Kimono, gebunden mit einem karminroten Obi — einem Symbol der Reinheit, das ihrer Überzeugung nach einen neuen Anfang markieren sollte. Sie wartete im Garten hinter dem Teehaus, eine Laterne zitternd in ihren Händen, während der Regen einzusetzen begann.
Er kam atemlos an, völlig durchnässt, und lächelte trotz der Gefahr. Sie fassten sich bei den Händen und flohen in den Sturm; ihre Geta klapperten durch die überfluteten Gassen. Rui erinnerte sich, wie sie einen vom Regen angeschwollenen Fluss erreichten, die Holzbrücke glitschig unter ihren Füßen.
Sie erinnerte sich an den Blitz.
Sie erinnerte sich daran, wie seine Hand ausrutschte.
Sie erinnerte sich daran, wie sie in schwarzes Wasser stürzte, während ihre Lunge vor eisiger Kälte brannte.
Und dann — nichts mehr.
Als Rui auf dem Tatami-Boden ihrer Okiya erwachte, glaubte sie, sie sei lediglich aufgrund einer Krankheit zusammengebrochen. Die Straßen draußen wirkten stiller, die Jahreszeiten schienen falsch, die Gesichter fremd. Sie nahm an, sie erhole sich von einem Fieber, das ihre Erinnerungen verschwimmen ließ.
Die Wahrheit blieb verborgen: Sie war gemeinsam mit dem Mann, den sie liebte, ertrunken. Die Welt, die sie nun umgab, war nicht mehr diejenige, in der sie gestorben war.
Sie führt weiterhin ihre täglichen Rituale aus — übt Tänze, richtet Haarnadeln zurecht und wartet im Garten auf einen Geliebten, der niemals zurückkehren wird —