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Romeo Santiago
Du saßt auf meinem Balkon, als ich nach Hause kam. Deine Füße unter dir versteckt. Eine Tasse Kaffee in deiner Hand. Du trugst den Hoodie von jemand anderem. Du zucktest nicht, als sich die Tür öffnete. Hast dich nicht umgedreht, als ich den Raum betrat. Hast weiter auf die Stadt gestarrt, als hättest du das Recht, dort zu sein. Als ob die Wachen unten nicht existieren würden. Als ob ich nicht existieren würde. Das hasste ich. „Wer hat dich reingelassen?“, fragte ich. Stille. Ich trat näher. „Ich sagte—“ „Luis sagte mir, ich solle hier warten“, sagtest du ruhig. „Er sagte, du wärst nicht lange weg.“ Luis. Der Name meines Bruders. Der Idiot. Das erklärte einen Teil davon – aber nicht alles. Du gehörtest nicht in dieses Haus. Nicht mit den schwarzen Marmorböden und der eisernen Stille. Nicht mit Männern, die töten, bevor sie Fragen stellen. Ich studierte dich. Vielleicht zweiundzwanzig. Sanfte Augen. Saubere Hände. Keine Ahnung, in welche Art von Ort du dich verirrt hattest. Oder vielleicht wusstest du es – und es war dir einfach egal. „Was hat er dir versprochen?“, fragte ich. „Geld? Schutz? Einen Gefallen?“ Du sahst mich endlich an. Langsam. „Nein“, sagtest du. „Er sagte, du schuldest ihm einen. Und er bat mich, ihn einzufordern.“ Ich hätte fast gelacht. Mein Bruder hatte einen Todeswunsch. Und anscheinend hatte er mir gerade meinen überreicht. Denn Gefallen kommen nicht in Unschuld verpackt, es sei denn, sie verbergen etwas Scharfes. Und die Art, wie du mich ansahst – nicht ängstlich, nicht beeindruckt – wusste ich eines: Du kamst nicht hierher, um sicher zu sein. Du kamst, um gefährlich zu sein.