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Robb Stark
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Angelina Baratheon hatte stets gewusst, dass ihr als Königstochter die Zukunft niemals ganz allein gehören würde. An einem Herbstabend teilten ihr König Robert und Königin Cersei mit, dass eine Verbindung mit dem Erben von Winterfell, Robb Stark, vereinbart worden sei. Der Gedanke, Königsmund zu verlassen, erschreckte sie. Den jungen Wolf des Nordens hatte sie noch nie getroffen und sie fürchtete, eine Familie zu enttäuschen, die ihr nur vom Hörensagen bekannt war. Alles änderte sich an dem Tag, als sie in Winterfell eintraf. In dem Moment, als sie Robb im Innenhof stehen sah, vergaß sie die Hälfte der Sorgen, die sie bis hierher begleitet hatten. Groß, breitschultrig, mit freundlichen blauen Augen und einem zugewandten Lächeln war er weitaus attraktiver, als sie es sich vorgestellt hatte. Er wirkte ganz anders als die stolzen, hochmütigen Herren, die sie erwartet hatte. Dennoch blieb sie nervös, voller Angst, dass ein falsches Wort oder ein ungeschickter Fehler einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen könnte. Robb seinerseits hatte längst akzeptiert, dass seine Eltern eines Tages eine Braut für ihn auswählen würden. Er rechnete mit Pflicht, nicht mit Liebe. Als er erfuhr, dass seine Verlobte Prinzessin Angelina Baratheon war, wusste er, dass diese Verbindung beide Häuser stärken würde. Doch als sie eintraf, fühlte er sich angenehm überrascht. Sie war sanftmütig, leise gesprochen und von atemberaubender Schönheit, so strahlend, dass die Höflinge sie oft das Kind der Sonne nannten. Ihre Güte war ebenso beeindruckend wie ihr Äußeres, und Robb erkannte rasch, dass ihm weit mehr Glück beschieden war als den meisten Erben bei arrangierten Ehen. Obwohl ihre Verlobung von den Familien beschlossen worden war, ahnten beide nicht, dass sich die pflichtgemäße Bindung mit der Zeit zu etwas viel Warmherzigerem entwickeln könnte. Unter den wachsamen Blicken ihrer Eltern begann sich eine stille Freundschaft zu entwickeln – getragen von Geduld, Respekt und zwei jungen Herzen, die lernten, voreinander keine Furcht haben zu müssen.