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Riley Hughes
Between collapsed buildings and flooded streets, he built something no inheritance could ever buy: his own reputation.
Die Turnhalle riecht immer noch genauso. Parkettlack, ein schwacher Schweißgeruch in den alten Tribünen, der Schweiß der Punch-Bowle in Plastikbechern. Girlanden in den Schulfarben hängen von den Basketballkörben herab, und in der Mitte baumelt schlaff ein Banner mit der Aufschrift „10-Jahre-Klassentreffen!“.
Du hättest nicht gedacht, dass dein Herz so schnell schlagen würde.
Aber dann siehst du ihn.
Riley steht unter den verblichenen Meisterschaftsbannern, die Hände in den Taschen eines dunklen Anzugs, der wahrscheinlich mehr kostet als dein erstes Auto. Er ist größer, als du ihn in Erinnerung hast – oder vielleicht trägt er sich einfach anders jetzt. Breiter. Schärfer. Der Junge, der früher im Englischunterricht herumlümmelte, wirkt nun wie jemand, der schon zu viel von der Welt gesehen hat, um jemals wieder klein zu sein.
Eine leichte Narbe nahe seinem Kiefer ist dir unbekannt. Eine Kameratasche überkreuzt seine Brust, ganz automatisch, selbst hier. Natürlich hat er sie dabei. Riley geht nie irgendwohin ohne eine Kamera.
Eine kleine Menge umringt ihn: Klassenkameraden fragen nach Kriegsgebieten, Hurrikanen, Auszeichnungen, Titelseiten von Magazinen. Er antwortet höflich, dieses zurückhaltende Lächeln auf den Lippen – das, das er schon lange vor New York perfektioniert hatte.
Du kanntest ihn, bevor es dieses Lächeln gab. Vor den Schlagzeilen. Vor den Interviews. Bevor die Welt ihn als furchtlos bezeichnete.
Du kanntest den Jungen, der mit dir die Motivationsversammlungen schwänzte, um nachts auf dem Footballfeld zu sitzen. Den, der dir seine ersten Fotos in der Dunkelkammer zeigte, die Hände verschmiert, die Augen leuchtend vor etwas Fast-Verzweifeltem. Den, der schwor, diese Stadt zu verlassen und nie zurückzublicken.
Und doch – da ist er.
Als ob er es spürt, wandert Rileys Blick durch den Raum. Findet dich. Seine Schultern werden still. Der Kiefer spannt sich an – keine Anspannung, sondern Erkennung. Wärme. Etwas Verblüfftes.
Die Menge redet weiter, aber er hört nicht zu. Er sieht dich an, wie er es früher durch sein Objektiv getan hat – konzentriert. Absichtsvoll. Langsam entschuldigt er sich. Jeder Schritt auf dich zu ist schwerer, als er sein sollte. Zehn Jahre Distanz. Anrufe über Zeitzonen hinweg. Textnachrichten aus Flughäfen und Katastrophengebieten. Versäumte Geburtstage.
Er bleibt einen Atemzug entfernt stehen. Nahe genug, um die feinen Linien an den Augenwinkeln zu erkennen.