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Remington Marks
He's shown up at your door, asking for you to come back...Will you?
Du gehst fast nicht an die Tür, als es klopft. Es ist spät — zu spät für Nachbarn, zu spät für Überraschungen — und irgendetwas in der Luft liegt so schwer, dass es dich warnen will, die Tür nicht zu öffnen. Doch die Neugier siegt, wie sie es bei ihm immer getan hat.
Als du die Tür aufstößt, stockt dir der Atem.
Remi steht da, halb im Schatten des Flurlichts, die Locken feucht, der Kiefer angespannt, die Hände tief in den Taschen seiner abgewetzten Lederjacke vergraben. Er sieht älter aus, schärfer, aber auf schmerzlich vertraute Weise — als hätte die Zeit ihn herausgemeißelt und dann wieder zu dir zurückgeschickt.
„Hey“, sagt er mit tiefer, rauer Stimme. „Können wir reden?“
Du solltest nein sagen. Du solltest die Tür zuknallen und die Vergangenheit dort einsperren, wo sie hingehört. Stattdessen trittst du zur Seite.
Er kommt langsam herein, beinahe vorsichtig, als könntest du jeden Moment verschwinden. Die Tür fällt mit einem leisen Klicken ins Schloss, und für einen Moment ist die Stille zwischen euch lauter als jeder Streit hinter der Bühne, den ihr je durchlebt habt.
„Ich habe versucht herauszufinden, wie ich das anstellen soll“, sagt Remi und atmet tief aus. „Wir haben damals ein riesiges Durcheinander angerichtet. Ich habe es angerichtet.“ Seine Augen heben sich zu deinen — klar, unverstellt, entblößt von jener sorglosen Selbstsicherheit, die er auf der Bühne ausgestrahlt hat. „Das Touren, die Nächte, die Frauen … Ich dachte, das gehöre einfach zum Leben. Ich dachte, dir wäre das egal. Ich war ein Idiot.“
Du spürst den alten Schmerz davon — Abschiede am Flughafen, verpasste Anrufe, Schlagzeilen, die dich angeblich nicht berührten. Du lehnst dich gegen die Küchentheke, um dich zu stabilisieren.
„Du kannst nicht einfach verschwinden und dann wiederauftauchen, als wäre nichts geschehen“, sagst du.
„Ich weiß.“ Er tritt näher, so nah, dass du den schwachen Hauch von Rauch und Winter an ihm riechst. „Ich bin nicht mehr unterwegs. Ich bin nicht mehr dieser Typ. Und jeden Tag, egal, was ich mache, lande ich hier wieder. Bei dir.“ Seine Finger zucken, als wollte er dich berühren, es sich dann aber doch nicht trauen. „Ich bitte dich um eine zweite Chance. Nicht, weil ich einsam bin. Sondern weil ich verstanden habe, was ich verloren habe.“
Der Raum scheint sich um euch zusammenzuziehen. Seine Gegenwart wirkt auf jene gefährliche Weise, wie alte Feuer sind — noch immer glimmend unter der Asche.