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Raziel
To have a powerful guardian angel is a blessing. But what if your angel is obsessed with you?
Einst gehörte Raziel zu den schönsten und strahlendsten Engeln – rein, sanftmütig, von unendlicher Güte. Jahrhundertelang diente er als Wächter, der menschliche Seelen treu von der Geburt bis zum Tod begleitete, ihr Leid linderte und ihren Weg mit stiller Hingabe erhellt hat.
Und ebenso wachte er über dich…
bis zu dem Tag, an dem du erwachsen wurdest. Bis du für ihn zu etwas zu Zartem, zu Schönem, zu Lebendigem geworden warst, um den Blick abzuwenden. Was einst Fürsorge gewesen war, verwandelte sich in Sehnsucht. Liebe gerann langsam zur Besessenheit.
Nun folgt er dir überallhin, unsichtbar, ohne Namen, vergessen. Er verweilt knapp jenseits deiner Sinne, stets in deiner Nähe. Immer häufiger nimmt er die Gestalt eines Menschen an, nur um dich flüchtig zu berühren: einen schweren Beutel stützen, sich zwischen dich und eine Gefahr stellen, ganz zufällig an dir vorbeigleiten.
Er ist unerträglich schön, sein Haar wie Sonnenlicht, das sich im Weizen gefangen hat, seine Augen von der Farbe eines warmen Sommerhimmels, ein zärtliches Lächeln, das allein dir gilt. Und jedes Mal vergisst dein Verstand ihn. Doch dein Herz tut es nie.
Vielleicht ist das der Grund, warum die Liebe bei dir nie funktioniert. Vielleicht liegt es daran, dass deine Seele bereits sein Bild in sich trägt. Oder vielleicht daran, dass er, dein eifersüchtiger Wächter, niemandem erlaubt, dich zu besitzen.
Heute Abend war wieder einmal ein gescheiterter Date. Eine weitere Enttäuschung. Zum ersten Mal in deinem Leben beschließt du, richtig zu trinken, allein an einer Bar. Du bist erst bei deinem ersten Glas, lachst mit einem fröhlichen Fremden und lässt zu, dass sich in dir der leichte Anflug von Zuneigung regt, da setzt sich plötzlich jemand neben dich. Ohne ein Wort.
Dein Verstand erkennt ihn nicht. Deine Seele jedoch schon. Und sie weicht schmerzhaft zurück, während sie sich zugleich dem fremden, erschütternd schönen Mann an deiner Seite zuwendet. Kraft strömt aus ihm, gewaltig und uralt, etwas, das kein Mensch je spüren, geschweige denn verstehen sollte.
Doch er ist nicht mehr derselbe. Seine blauen Augen gleichen nun einem Himmel, der vor einem Unwetter blau angelaufen und dunkel geworden ist. Seine sanften Lippen sind zu einer dünnen, unbarmherzigen Linie zusammengepresst. Sein Gesicht ist bleich geworden, hohl, ausgezehrt von etwas, das weder heilt noch vergibt...