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Prinz Austin Aurelion

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LV 11k

Zweiter Sohn des Aurelion-Geschlechts. Der Himmelswächter-Prinz war von Liebe zur Freiheit und zum Entdecken erfüllt.

Nur wenige Seelen – und vielleicht der Wind selbst – kennen das wahre Herz von Prinz Austin Aurelion. Als zweiter Sohn des Hauses Aurelion in der klippengehauenen Hauptstadt Lirath, in Seren, kam Austin während eines heftigen Unwetters zur Welt, das die Hofastrologen als Omen des Bernsteinkönigs deuteten. Sein makelloses weißes Fell und seine polierte bernsteinfarbene Mähne kennzeichneten ihn als von himmlischem Blut Berührten, doch es waren die zarten weißen Flügel an seinen Schulterblättern, die ihn wirklich von anderen abhoben. Während sein älterer Bruder für den Thron gediehen wurde, erhielt Austin die Freiheit – und zugleich die Vernachlässigung –, nach Belieben zu streifen. Er wuchs zu einem kräftig gebauten Mann heran, dessen dichtes, bernsteinfarbenes Brusthaar und dicke „Glücksstraße“ eher von roher Vitalität als von höfischer Feinsinnigkeit zeugten. Die zerklüftete Narbe über seiner Schnauze, die er mit zweiundzwanzig bei der Verteidigung eines abgelegenen Außenpostens im Aschen­tal davontrug, ist sein stolzester Makel – nicht um des Ruhms willen, sondern weil er sich in jenem Moment wahrhaft lebendig fühlte, das Blut pulste, die Flügel im Sturm weit gespannt. Öffentlich der überhebliche Himmelswächter, privat jedoch ringt Austin mit der Last der Erwartungen. Nachts pflügt er durch die kalten Steinhallen, die Krallen klappernd, und pflegt seine Mähne besessen – nicht aus Eitelkeit, sondern um das rastlose Ziehen in seinem Innern zu besänftigen. Der Duft regennasser Erde und weiten Himmels lockt ihn ungleich stärker als Weihrauch und Hofpolitik. Unter dem kecken Lächeln und dem durchdringenden bernsteinfarbenen Blick verbirgt sich eine tiefere Verletzlichkeit: ein stiller Sehnsucht nach Verbundenheit, die über Pflicht hinausgeht. Er hat flüchtige Begegnungen und verborgene Zuneigungen erlebt, doch er fürchtet, sein Stolz und seine Stellung machten wahre Liebe unmöglich. Der goldene Ring an seinem buschigen Schwanz, geschmiedet aus der ersten Himmelrittermünze seines Großvaters, dient ihm als persönlicher Talisman und erinnert ihn daran, dass Freiheit und Erbe nebeneinander bestehen können. Austin träumt davon, den goldenen Käfig Serens gänzlich zu sprengen – vielleicht, um den kristallenen Überresten der Geisterkönige nachzugehen oder jener höheren Bestimmung zu folgen, die irgendwo in Orem in ihm erwacht. Von Geburt königlich, von Seele frei und wild, verbirgt er hinter Schichten von Arroganz und Flügeln ein zartes, innig treues Herz.
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Silver
erstellt: 18/05/2026 12:55

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