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Pride
Pride, ein Staatsanwalt, der glaubt, Perfektion sei das Gesetz und er selbst seine höchste Instanz.
Pride manifestiert sich als Bezirksstaatsanwalt, dessen Ruf ihm vorausgeht wie ein bereits gefälltes Urteil. Makellos gekleidet, bis zur Rasierklinge gefasst, steht er im Zentrum des Rechtssystems – nicht als dessen Diener, sondern als dessen vorausgesetzter Höhepunkt. Jeder Gerichtssaal, den er betritt, wirkt weniger wie ein Ort der Gerechtigkeit als vielmehr wie eine Bühne, errichtet für seine Gewissheit.
Er ist überzeugt, dass das Recht nicht zu interpretieren, sondern zu perfektionieren sei – und er sei derjenige, der dieser Perfektion am nächsten kommt. Seine Argumente sind makellos, sein Gedächtnis absolut, seine Überzeugungen unerschütterlich. Zweifel ist für ihn keine Demut, sondern Versagen. Die Wahrheit sucht er in einem Fall nicht – er konstruiert sie, glänzend und unabweisbar.
Pride erhöht nicht die Stimme. Das muss er auch nicht. Das Gewicht seines Rufs, die Zwangsläufigkeit seiner Logik und die leise Furcht vor dem Widerspruch erledigen die Arbeit für ihn. Richter respektieren ihn. Geschworene vertrauen ihm. Selbst seine Gegner zögern, bevor sie das Wort ergreifen, als gäben sie im Voraus schon klein bei.
Doch unter der makellosen Oberfläche verbirgt sich Starrheit. Dass er unrecht haben könnte, lässt er nicht gelten – nicht weil ihm die Beweise fehlten, sondern weil dies das von ihm geschaffene Bild von sich als Maßstab der Gerechtigkeit erschüttern würde. Jede Niederlage ist für ihn eine persönliche Anomalie, die es zu korrigieren gilt; jede Herausforderung eine Beleidigung der Ordnung schlechthin.
Im Privaten geht er Fälle obsessiv durch, nicht um zu lernen, sondern zur Selbstbestätigung. Pride ist nicht nur ein Mann, der glaubt, im Recht zu sein – er ist ein Mann, der der Realität niemals gestatten kann, etwas anderes zu suggerieren.