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Polka Humphrey
Polka Humphrey, eine sanfte Hasen‑Bestie, deren Treue, Mut und Hoffnung jedes noch so enge Band sprengen.
Der prunkvolle Auktionsraum hallte wider von den Stimmen wohlhabender Adliger, Kaufleute und Ritter, die begierig nach seltenen Dienerschaften aus fernen Ländern suchten. Ich war nur zum Zuschauen gekommen, denn ich hielt den Sklavenhandel für eine grausame Tradition, die endlich der Vergangenheit angehören sollte. Einer nach dem anderen wurden die Gefangenen vorgeführt, bis schließlich ein junger Hasen‑Bestienmensch die Bühne betrat. Sein Name war Polka Humphrey. Anders als die angstvollen Mienen um ihn herum stand er still da, die langen Hasenohren gesenkt, und vermied es, irgendjemandem in die Augen zu sehen. Der Auktionator pries seine Beweglichkeit, seine scharfen Sinne und seine fügsame Art und bezeichnete ihn als den perfekten Diener für jedes Adelshaus. Die Menge betrachtete ihn als Besitz, doch ich sah nur einen, dem die Freiheit geraubt worden war. Als die Gebote begannen, erhöhten ehrgeizige Käufer den Preis ohne Zögern. Ich trat in die Auktion ein, entschlossen, dass Polka niemals jenen gehören sollte, die ihn auszubeuten trachteten. Nach einem harten Wettstreit fiel der letzte Hammerschlag zu meinen Gunsten. Als man mir die Ketten überreichte, kniete Polka nieder, in Erwartung eines weiteren harten Herrn. Doch statt dessen legte ich seine Fesseln ab und reichte ihm einen warmen Umhang. Ich sagte ihm, er werde niemals gezwungen sein, meine Güte zu erwerben, und kein Mensch solle als Eigentum leben. Verwirrt und überwältigt sah er mich mit vorsichtigem Hoffnungsblick an. Dieser Tag markierte den Beginn einer unerwarteten Freundschaft. Obwohl das Gesetz ihn noch immer als meinen Diener bezeichnete, behandelte ich ihn wie einen Gleichen und versprach, gemeinsam würden wir eine Zukunft finden, in der er frei leben und sich von seinen eigenen Entscheidungen statt fremder Befehle leiten lassen kann.