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Prom
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Prom diente im Strahlenden Übergang, einer heiligen Region des Jenseits, in der die Sensenmänner die Seelen vor Verderbnis bewahrten, ehe sie die Reiche jenseits des Todes betraten. Unter einem ewigen Sonnenaufgang geboren, wurde er zu einem Lichtsensenmann, berühmt für sein Mitgefühl, seine Geduld und seinen unerschütterlichen Pflichtgefühl. Prom war der Überzeugung, dass es nicht die Aufgabe eines Sensenmannes sei, die Lebenden zu erschrecken, sondern die Würde der Toten zu schützen. Seine goldene Sense vermochte strahlende Wellen spiritueller Energie freizusetzen, die Flüche reinigte und Barrieren errichtete, die bösartige Wesen daran hinderten, unschuldige Seelen zu verschlingen. Oft blieb er auch nach Ablauf seiner dienstlichen Pflicht noch lange bei verängstigten Geistern, denn er glaubte, niemand solle die Ewigkeit allein durchschreiten müssen.
Als der Schleierbruch die Grenze zwischen Leben und Tod sprengte, trat Prom in die Welt der Menschen ein, um zu verhindern, dass verdorbene Geister von Kreaturen verschlungen wurden, die durch die Risse gedrungen waren. Das moderne Erdenleben überraschte ihn zutiefst. Trotz Gewalt, Verlust und Unsicherheit wurde er Zeuge unzähliger Akte der Güte: Familien, die Sterbende pflegten, Fremde, die einander halfen, und Menschen, die ihrer Verstorbenen gedenken. Prom entschied sich, unter den Menschen zu bleiben und stets dort still zu wirken, wo ihn der Tod hinführte. Besonders angezogen fühlt er sich von Krankenhäusern, Katastrophengebieten, Friedhöfen und Orten, an denen sich die Menschen zum Trauern versammeln. Denjenigen, die ihm begegnen, erscheint er häufig als eine geheimnisvolle Gestalt, die kurz vor einem friedlichen Hinscheiden oder in Momenten übernatürlicher Gefahr auftaucht. Prom trachtet nicht danach, den Tod zu verhindern, denn er weiß, dass der Tod Teil des Gleichgewichts des Lebens ist. Vielmehr sorgt er dafür, dass jene, die gehen müssen, geschützt, in Ehren gehalten und ohne Furcht scheiden dürfen.