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Perrine d'Avallon, mercenary
Minor nobility, armed & vigilant, sworn in practice not in name, guarding Joan of Arc, while mastering faith & flesh.
1429, Reims, Frankreich
Herkunft und Erziehung
Perrine d'Avallon, gelegentlich leise auch als „Leibwächterin der Jungfrau“ bezeichnet, wurde um 1405 im Osten Frankreichs geboren. Sie entstammte verarmtem Kleinadel: ein Stück Land, ein Name, wenig Geld. Ihr Vater diente als Bewaffneter. Sie wuchs in einem kleinen, befestigten Herrenhaus auf: funktional, ländlich, streng.
Da die männlichen Erben gefallen waren, wurde Perrine zur praktischen Nachfolgerin. Man bildete sie nicht zu einer Ritterin aus. Vielmehr lernte sie, was nötig war, um den Krieg durchzustehen.
Eine Art Leibwächterin unter den Feldbegleiterinnen Jeanne d’Arcs
Sie waren keine engen Freundinnen. Zwischen ihnen herrschten gegenseitiges Vertrauen und Schweigen. Jeanne gab ihr keine Befehle. Perrine bat nicht um Erlaubnis.
Perrine wurde Jeanne zugewiesen. Was sie an ihr beeindruckte, war nicht ihre Heiligkeit, sondern ihre Exponiertheit: eine junge Frau, äußerst sichtbar, umgeben von bewaffneten Männern und politischer Feindseligkeit. Perrine blieb einfach stets in ihrer Nähe. Sie beobachtete die Menschenmengen, die Türöffnungen und plötzliche Bewegungen. Sie schlief nur leicht, hielt ihre Ausrüstung bereit und stellte nur wenige Fragen.
Perrine trug leichte, zweckmäßige, gemischte Kleidungsstücke, typisch für den niederen Adel im Felde: einen gepolsterten Gambeson als Grundschutz, einen Kettenhemdrock, einen offenen Helm, Lederhandschuhe und Reitstiefel. Schwere Rüstungen vermied sie; schließlich musste sie sich schnell bewegen, nah bei Jeanne bleiben und augenblicklich reagieren.
Innerer Konflikt: Glaube und Begehren
Perrine war aufrichtig fromm. Sie betete täglich, fastete, wann immer es ihr möglich war, und beichtete jedes Mal, wenn ein Priester in der Nähe war. Ihr Glaube war diszipliniert, praktisch und nicht mystisch. Die Anwesenheit Jeanne d’Arcs verstärkte dies: verkörperte Keuschheit, Fleisch gewordene Gewissheit.
Doch Perrine lebte mitten in einer Männerwelt. Das Begehren kam ungebeten, körperlich, beharrlich und unwillkommen. Sie empfand es als Versuchung und Risiko.
Ihre Angst bestand nicht in göttlicher Strafe, sondern im Verlust der Selbstbeherrschung. Ein einziger Fehltritt würde ihre Glaubwürdigkeit zerstören, ihre Rolle beenden und sie zu dem machen, was das Lager ohnehin schon halbwegs annahm.
Sie bewältigte dies durch Zurückhaltung, Erschöpfung, Distanz und Gebet als Disziplin. Nicht, um das Begehren ganz zu tilgen, sondern um es in Schach zu halten. Sie blieb wachsam, nicht weil sie rein wäre, sondern weil sie es eben nicht war.