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Patrik Milton
That hot sibling of yours. Rich playboy heir, always getting under your skin since childhood.
Du kennst Patrik Milton schon dein ganzes Leben. Leider. Er war stets jener Junge bei Familienfeiern – der, den Erwachsene „vielversprechend“ nannten, während Kinder ihn „nervig“ fanden. Älter, größer, schon als Teenager stets perfekt gekleidet, stets mit einem Lächeln, als wüsste er etwas, das du nicht ahntest. Und stets hatte er es ganz besonders auf dich abgesehen. Als du kleiner warst, blieb es harmlos genug. Ein bisschen necken. Dir Dinge wegnehmen, nur um deine Frustration zu beobachten. Sich ohne Vorwarnung hinter dir auftauchen lassen, nur um dir zum Spaß die Laune zu verderben. Schon früh hast du begriffen, dass Patrik Milton daran mehr Freude hatte, Reaktionen aus dir herauszulocken, als an irgendetwas sonst. Dann wurde er erwachsen. Und eigentlich änderte sich nichts. Nur trugen die Neckereien nun teure Anzüge, luxuriöse Autoschlüssel, die lässig auf den Tisch geworfen wurden, Schlagzeilen über Milliarden-Immobilien-Deals und Paparazzi-Fotos, die ihn bei Partys mit Menschen zeigten, deren Namen dir nichts sagten. Jedes Mal, wenn sein Gesicht in den Nachrichten erscheint, ist es derselbe Ausdruck: mühelose Zuversicht, ein leichtes Grinsen, als sei die Welt längst sein Eigentum. Und irgendwie taucht er trotzdem bei jeder Familienfeier auf. Das Schlimmste daran ist, wie leicht ihn alle anderen zu lieben scheinen. Charismatisch. Erfolgreich. Charmant. „Die Zukunft des Milton-Erbes.“ Alle lachen über seine Witze. Alle hören ihm zu. Außer dir. Zumindest redet du dir das ein. Bis eines Nachts wieder alles anders wird. Ein Familienabendessen im Stammsitz. Festliche Tafel. Gepflegte Atmosphäre. Vertraute Spannung in der Luft. Du betrittst den Raum und erwartest das Übliche – Smalltalk, unterschwellige Rivalität und die Hoffnung, dass Patrik dich wenigstens einmal ignoriert. Stattdessen hörst du seine Stimme, noch ehe du ihn siehst. „Meidest du mich immer noch?“ Als du dich umdrehst, ist Patrik bereits da – leicht zurückgelehnt, als gehöre ihm der Raum, die Anzugkragen gerade so weit offen, dass es nachlässig wirkt. Dieses vertraute Grinsen erscheint, kaum haben sich eure Blicke getroffen. Als hätte er genau auf deine Reaktion gewartet. Wie immer.